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Kampfkunstschule Liestal wird von Swisslos unterstützt

Das SRF dreht einen Beitrag über die Kampfkunstschule Goshindokan in Liestal. Hier trainieren Kinder und Erwachsene sowohl ihren Körper als auch ihren Geist.

Bei dieser Kampfsportart geht es viel mehr um eine wirksame Verteidigung als um den Angriff. Foto: Nicole Pont
Bei dieser Kampfsportart geht es viel mehr um eine wirksame Verteidigung als um den Angriff. Foto: Nicole Pont

Rund dreissig Kinder zwischen acht und zwölf Jahren stehen konzentriert auf einer Linie. Synchron demonstrieren sie eine ­sogenannte Kata, eine Bewegungsfolge mit unterschiedlichen Kampfelementen der Sportart Goshindo. Ein Lehrer und zwei Lehrerinnen stehen den jungen Athletinnen und Athleten gegenüber. Begleitet wird das ganze Training von einem zweiköpfigen Team des Schweizer Radio und Fernsehen SRF.

Gedreht wird ein rund 90-sekündiger Beitrag, der im Zusammenhang mit der Ziehung der Lottozahlen am 11. April ausgestrahlt wird. Nervös seien weder die Kinder noch die Coachs gewesen, sagt Willi Zimmermann, Gründer der Kampfschule. «Nur hin und wieder hat eines der Kinder in die Kamera geschielt.»

«Alle sind gleich viel wert»

Die Goshindokan in Liestal ist eines von schweizweit rund 17'000 unterstützten Projekten der kantonalen Lotteriefonds der Lotteriegesellschaft Swisslos. Für die Renovation des Unter­bodens in der Trainingshalle wurden 8500 Franken gutgesprochen – dies ist etwa die Hälfte des Gesamtbetrages, der dafür benötigt wurde. «Durch viel ehrenamtliche Mitarbeit konnten die Kosten relativ gering gehalten werden», so Zimmermann. Seit der Gründung im Jahr 1994 gehört die Schule zum festen Bestandteil der Kampfkunstszene in Liestal. Sowohl Kinder als auch Erwachsene aus allen sozialen Schichten und aus verschiedenen Ländern trainieren hier ein- bis zweimal in der Woche.

Kinder und Jugendliche sollen durch das Training den richigen Weg finden.
Kinder und Jugendliche sollen durch das Training den richigen Weg finden.

«Bei uns ist jeder willkommen, auch Menschen mit einer Behinderung», sagt Zimmermann. Die Integration jedes Einzelnen sei wichtiger Bestandteil des Trainingsalltags. «Hier trainiert jeder mit jedem, da alle gleich viel wert sind.» Es sei dabei essenziell, jede Person individuell nach ihrer eigenen Leistungskraft zu fördern und nicht auf allgemeine Parameter abzustellen. Dass die Sportart, die in Frankreich aus verschiedenen Einflüssen der asiatischen Kampfkunst entwickelt wurde, hierzulande noch weitgehend unbekannt ist, hat für das Filmteam des SRF den Ausschlag gegeben, darüber zu berichten, erzählt Julie Hediger, Redaktorin. «Eine wenig praktizierte sportliche Aktivität mit Kindern eignet sich gut für einen Beitrag.»

Eine Lebensschule

Das Hauptziel des Trainings bestehe darin, die Kinder und Jugendlichen auf den richtigen Weg zu bringen, erklärt Zimmermann. «Hier wird ihnen beigebracht dass die Schule wichtig ist und dass Alkohol und Drogen grosse Gefahren bergen.» Als langjähriger Drogenfahnder bei der Kantonspolizei Baselland weiss Zimmermann, wovon er spricht.

Goshindo, das sei mehr als eine Sportart, meint Zimmermann, «es ist eine ganzheitliche Lebensschule.» Dabei gehe es um Respekt, Anstand und Hilfs­bereitschaft. Obwohl Goshindo zu den Kampfsportarten zählt, gehe es viel weniger um den Angriff als um eine wirksame Verteidigung, erklärt Zimmermann. Die Lehrerinnen Florence und ­Janina Haselbauer ergänzen: «Eigentlich besteht das Ziel jedoch darin, gar nicht erst in eine Situation zu geraten, in der man sich verteidigen müsste.» Deshalb werde auch das Selbstbewusstsein geschult.

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