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Juso entsorgen Sperrmüll bei politischen Gegnern

Die Baselbieter Jungsozialisten protestieren mit alten Stühlen und Leim gegen die «Sesselkleber» im Landrat.

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Sessel und Kleber als plakatives Statement der Jungsozialisten.
Sessel und Kleber als plakatives Statement der Jungsozialisten.

Wenn Jungsozialisten protestieren, bleibt meist irgendwo Abfall zurück. In Basel waren es kürzlich verschmutzte Tampons an Wänden der Stadt, im Landkanton fanden einige Landräte heute ausrangierte Stühle vor der Haustüre. Getroffen hat es Dominik Straumann (SVP, Muttenz), Rosmarie Brunner (SVP, Muttenz), Rolf Richterich (FDP, Laufen) und Marianne Hollinger (FDP, Aesch). Sie alle erhielten einen Sessel und Kleber «als Geschenk vor die Türe gestellt», wie die Jungpartei in einer Mitteilung schreibt. Die Juso fordern die Beschenkten auf, «sich an diesen Sessel zu kleben und ihren Sitz im Parlament für die nächste Generation freizugeben.»

Die Juso anerkennen deren «Bedürfnisse». Deswegen habe man einigen Betroffenen einen persönlichen Sessel geschenkt, «um sich daran zu kleben». Die Sessel im Parlament seien aber nicht dazu da, länger als 16 Jahre am Stück von derselben Person «besetzt» zu werden.

Hintergrund der Aktion ist die Abstimmung um die Aufhebung der Amtszeitbeschränkung, die vor allem von bürgerlicher Seite unterstützt wird. Es gäbe keinen Grund die Amtszeitbeschränkung aufzuheben, schreiben die Juso. «16 Jahre im Landrat reichen, um seine politischen Ideen einzubringen».

Keinen alten Stuhl hat übrigens Susanne Leutenegger Oberholzer (SP) erhalten, die sich seit 1999 nicht von ihrem Nationalratssitz lösen kann.

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