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Im Schneckentempo auf der A2 unterwegs

Ein Lastwagen ruckelte während 20 Kilometern kaum schneller als im Schritttempo über die Autobahn. Nach einer Stunde war dann auch die Polizei zur Stelle.

Ein schleichender Lastwagen sorgte auf der Baselbieter Autobahn für gefährliche Situationen.Symbolbild: Keystone
Ein schleichender Lastwagen sorgte auf der Baselbieter Autobahn für gefährliche Situationen.Symbolbild: Keystone

Dass Raser die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer gefährden, kommt leider immer wieder vor. Manchmal geht die Gefahr aber auch von einem Schleicher aus. Wie jenem Lastwagenfahrer, der am Mittwoch den Begriff rollendes Verkehrshindernis neu definierte.

Der 55-jährige Grieche war mit seinem bulgarischen Sattelschlepper auf der A2 in Richtung Bern/Luzern unterwegs. Aufgrund eines Getriebeschadens konnte der Chauffeur keinen Gangwechsel vornehmen. Statt anzuhalten und das Problem zu lösen, fuhr er im ersten Gang mit rund 15 km/h ab dem Rastplatz Sonnenberg bei Itingen fast 20 Kilometer weiter.

Polizei brauchte eine Stunde, um zu reagieren

Als der Schleicher durch den Belchentunnel ruckelte, blieb dies dank der Überwachungskamera auch von der Baselbieter Polizei nicht mehr unbemerkt. Die Polizei sperrte umgehend die rechte Spur des Tunnels, um einen Unfall zu verhindern. Nachdem der Sattelschlepper den Tunnel passiert hatte – also rund einer Stunde nach Auftreten des Getriebeschadens – gelang es der Baselbieter Poliei gemeinsam mit den Solothurner Kollegen dann endlich, das rollende Hindernis zu stoppen. Danach wurde der Lastwagens in die nächste Werkstatt eskortiert.

Der Chauffeur wurde wegen «vorsätzlichen Führens eines nicht betriebssicheren Fahrzeuges» verzeigt und musste zusätzlich eine «empfindliche» Geldbusse bezahlen, schrieb die Polizei in ihrer Mitteilung. Zu einem Verkehrsunfall kam es «trotz diverser gefährlichen Situationen» nicht.

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