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«Hörigkeit gegenüber Verwaltung ist zu gross»

«Nicht die Faust machen». FDP-Nationalrätin Schneeberger will mehrheitsfähige Lösungen im Steuerstreit.

BaZ: Die Wirtschaftskommission des Ständerats hat unlängst einen neuen Deal vorgeschlagen: Die eidgenössische Steuerreform soll mit der Sanierung der AHV verknüpft werden. Eine Vermischung, die für Bürgerliche nicht angehen kann, oder?

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Welche Zeichen erhalten Sie denn aus der Wirtschaft?

Sind in der breiten Bevölkerung höhere Kinderzulagen nicht viel populärer als eine AHV-Reform, die höhere Lohnabzüge vorsieht? Genau das fordert der Ständerat.

Man gewinnt den Eindruck, trotz rechter Mehrheit im Parlament treibt die Linke die Bürgerlichen vor sich her.

Warum ist in Bern nicht ein historischer Kompromiss möglich, wie ihn Finanzdirektorin Eva Herzog in Basel-Stadt hinbekommen hat?

Wenn Sie sich in diesem Gespräch zur Steuerreform äussern, dann auch in Ihrer neuen Funktion als Vizepräsidentin des Schweizer Gewerbeverbands. Warum haben Sie dieses Amt übernommen und welche Ziele haben Sie?

Sie sind Inhaberin eines Baselbieter Treuhandbüros und gelten als klassische Gewerblerin. Wie gross ist im Bundeshaus das Verständnis für die Bedürfnisse der kleineren und mittleren Unternehmen?

Gibt es auch bei den Bürgerlichen zu viele Berufspolitiker?

Sie gelten als zurückhaltende, nüchterne Sachpolitikerin – und Sie bewegen sich in einer komplexen Branche, in welcher der Laie schnell nur noch Bahnhof versteht. Das macht es schwer, dem Stimmbürger Erfolge aufzuzeigen, die man in Bern erreicht hat. Sie haben beispielsweise die Motion «Keine Verwirkung der Verrechnungssteuer» durchgebracht, was den Bundesrat zu einer Gesetzesänderung zwingt. Aber wie um Himmels willen wollen Sie sich mit einem solch sperrigen Thema bei der Bevölkerung für die Wiederwahl empfehlen?

Wird in Bern bestraft, wer sich mit komplexen Geschäften herumschlägt?

Frau Schneeberger, im Bundesrat werden bald wieder Sitze frei. Und erneut ist es nicht einmal ein Thema, ob ein Vertreter oder eine Vertreterin aus der Region Basel zum Zuge kommt. Warum ist das so?

Sie würden sich ein solches Amt nicht zutrauen?

Sie sind nun seit sieben Jahren Baselbieter Nationalrätin. Was haben Sie in dieser Zeit gelernt?

Aktuell gibt der geplante Ausbau im Basler Hafen zu reden. Federführend dabei ist SBB Cargo. Die SBB-Tochter ist allerdings praktisch pleite. Wer auf diesen Punkt hinweist, wird vom Baselbieter SP-Ständerat Claude Janiak umgehend mit dem Vorwurf eingedeckt, man wolle einmal mehr das erfolgreiche Lobbying der Region in Bundesbern schlecht machen. Wie stehen Sie in dieser Frage?

Nicht nur der Hafenausbau ist umstritten, sondern auch das Herzstück – ein weiteres Mega-Projekt mit vielen Fragezeichen. Aber bei den regionalen Vertretern in Bern scheint die Devise zu gelten: Kritik verboten! Hauptsache, der Bund öffnet die Geldschleusen.

Im Baselbiet stehen das nächste Jahr Gesamterneuerungswahlen an. Wie die Basellandschaftliche Zeitung berichtete, ist die FDP bereit, der SVP beim zweiten Regierungssitz den Vortritt zu lassen. Stehen Sie hinter diesem Entscheid?

In den letzten Monaten gab es immer wieder Kritik an der Baselbieter Wirtschaftskammer. Sie haben sich bislang nicht dazu geäussert. Glauben Sie, dass die Bürgerlichen im Wahlkampf wegen den laufenden Querelen Schaden nehmen?

Sie werden als mögliche Ständeratskandidatin gehandelt. Haben Sie inzwischen entschieden, ob Sie antreten wollen?

Ist es Ihnen zu riskant, weil Sie beim Ständeratswettkampf mit einer Nichtwahl rechnen müssen?