Zum Hauptinhalt springen

Heute wird die letzte Regio-Milch verwertet

Das unerwartete Aus der Regio-Molkerei hat Folgen: Die Abnehmer der Produkte müssen neue Lieferanten, elf Arbeitnehmer neue Stellen suchen. Und auf dem Trümmerfeld zurück bleibt das Ideal einer Milchproduktion mit kurzen Wegen.

Plötzlich geht alles sehr schnell: Am Montag gab der Sachwalter der Regio Milch beider Basel, Urs Baumann, das Ende der Molkerei in Frenkendorf bekannt, heute wird zum letzten Mal Milch verarbeitet, morgen finden die letzten Auslieferungen statt. Beim gestrigen Besuch der BaZ präsentiert sich die Molkerei mit zwei Gesichtern. Im Erdgeschoss herrscht «business as usual»: Milch wird angeliefert und in die beiden grossen Kühltanks gepumpt, Angestellte füllen Joghurts ab, packen volle Milch-Schlauchbeutel in Kistchen und beladen bereitstehende Camions.

Im ersten Geschoss dagegen wirds immer wieder hektisch. Walter Meyer (61), vom Logistikleiter zum Mädchen für alles mutiert und letzte Stütze aus dem einstigen Kader für den in Konkurs gegangenen Betrieb, wird laufend mit neuen Fragen konfrontiert. So vergewissert sich ein Grosskunde, ob er die Milchprodukte fürs Wochenende noch erhält, und ein Transporteur will nur noch Ware ausliefern, wenn er eine Bankgarantie dafür bekommt, dass seine Entlöhnung gesichert ist. Meyer flucht, fasst sich aber schnell wieder und murmelt vor sich hin: «Mensch ärgere dich nicht, wundere dich bloss.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.