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Hans Rudolf Gysin tritt ab

Am Nominationstag der FDP Baselland hat Nationalrat Hans Rudolf Gysin seinen Rücktritt erklärt. Er wird nach 24 Jahren in Bern zu Ende der Legislatur zurücktreten.

Hans Rudolf Gysin im Nationalratssaal.
Hans Rudolf Gysin im Nationalratssaal.
Keystone

Die Baselbieter FDP will ihren Nationalratssitz mit einer vollen Siebenerliste ohne den Bisherigen Hans Rudolf Gysin verteidigen. Gysin, seit 1987 im Amt, gab am Parteitag vom Dienstag in Pratteln überraschend seinen Verzicht bekannt. Nachdem schon länger über die erneute Kandidatur des Gewerbedirektors Gysin (Jahrgang 1940) spekuliert worden war, hatte sich dieser ausdrücklich bitten lassen, erneut zu kandidieren, um der kriselnden Partei zu helfen. Seither galt er als gesetzt, sofern kein Gegenantrag kommt.

Gysin selber sagte, er habe erst am Dienstag entschieden, angesichts von nun elf Interessierten zu verzichten - «jetzt ist eigentlich günstig». Letzte Woche sei die Siebenerliste mit ihm knapp voll geworden, weshalb er sich noch einmal bereit erklärt habe. Im Falle der Wiederwahl hätte er nach ein, zwei Jahren gehen wollen.

Ex-BaZ-Eigentümer Wagner nominiert

Für die Siebener-Nationalratsliste hatte der Parteitag so noch die Auswahl aus neun Interessierten. Er nominierte die beiden Kantonalparlaments-Mitglieder Patrick Schäfli (1971, Projektmitarbeiter, Pratteln) und Daniela Schneeberger (1967, Unternehmerin, Thürnen).

Auch auf die Liste kam Wirtschaftsanwalt Martin Wagner (1960, Rünenberg) - er war im Februar bis November 2010 zusammen mit Tito Tettamanti Eigentümer der Basler Zeitung Medien. Erst wenige Monate in der Partei war er nach eigenen Angaben vom Parteipräsidenten für eine Kandidatur angefragt worden.

Nominiert wurden weiter Balz Stückelberger (1972, Geschäftsführer Banken-Arbeitgeberverband CH, Arlesheim), Stephanie Eymann Schneider (1979, Jus-Lehrbeauftragte Universität, Eptingen), Paul Robert Hofer (1947, Unternehmer, Oberwil) und Franz Saladin (1966, designierter Direktor Handelskammer beider Basel, Duggingen).

Für die Ständeratswahlen beantragte der Parteivorstand Stimmfreigabe. Nach einigen Diskussionen folgte die Partei diesem Antrag.

SDA/kng/amu

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