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Grundsätzliche Zustimmung zu Tramverlängerung

Die Tramlinie 14 soll ins Gebiet Salina Raurica verlängert werden. Ob die Landräte auch noch Ja sagen, wenn es ums Bezahlen geht, steht noch in den Sternen.

Das Areal Salina Raurica soll mit dem Tram erschlossen werden. Fahrzeit in die Basler Innerstadt: Nur rund 45 Minuten.
Das Areal Salina Raurica soll mit dem Tram erschlossen werden. Fahrzeit in die Basler Innerstadt: Nur rund 45 Minuten.

Der Baselbieter Landrat steht grundsätzlich hinter einer Verlängerung der Tramlinie 14 ins Gebiet Salina Raurica in Pratteln. Er hat am Donnerstag das generelle Projekt mit 76 Stimmen bei zwei Enthaltungen verabschiedet.

Für das generelle Projekt sprachen sich alle Fraktionen aus. Die FDP liess jedoch offen, ob sie später auch einem Baukredit zustimmen werde. Zur Entwicklung des Gebiets Salina Raurica gebe es noch immer viele offene Fragen. Dennoch sei es wichtig, Sicherheit zum möglichen Verlauf der verlängerten Tramlinie zu haben. Vorbehalte äusserte auch die BDP-Vertreterin im Landrat.

Die rund 3,2 Kilometer lange Tramverlängerung soll von der Haltestelle Bahnhofstrasse aus unter der Eisenbahn hindurch via Gallenweg ins Grüssen-Areal führen. Eine neue Brücke über die A2 soll auch Velo- und Fussverkehr offen stehen. Dann geht es zur Rheinstrasse und ins Längi-Quartier zur Bushaltestelle Augst. Insgesamt sind sechs Haltestellen vorgesehen.

Umstritten ist die Tramlinienführung im Bereich des Kreisels Gallenweg/Hohenrainstrasse. Es wird befürchtet, dass der Tramverkehr dort den Strassenverkehr übermässig beeinträchtigt.

Der Landrat hat in seinem Beschluss daher festgelegt, dass eine Entflechtung der Verkehrsträger spätestens gleichzeitig mit der Tramlinienführung zu realisieren sei. Gegen diesen Punkt stellte sich die SP. Ein Antrag auf dessen Streichung scheiterte im Landrat jedoch.

Kosten von rund 170 Millionen Franken

Als nächster Schritt soll gemäss der Landratsvorlage beim Bund ein Konzessionsgesuch für die neue Tramlinie eingereicht werden. Nach der Zusage durch den Bund folgt ein Auflageprojekt gemäss Eisenbahngesetz. Danach wird eine Vorlage für einen Realisierungskredit ausgearbeitet.

Unter dem Strich werden gemäss Vorlage die Kosten für das Projekt samt Anpassungen etwa an Fusswegen und Gemeindestrassen derzeit auf rund 170 Millionen Franken geschätzt, mit einer Unschärfe von 20 Prozent. Die Traminfrastruktur allein wird auf 140 Millionen beziffert.

SDA/amu

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