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Grosse Stadionpläne fürs Baselbiet

Der FC Concordia sucht verzweifelt einen Standort für sein geplantes Stadion. Dabei konzentriert er sich längst nicht mehr nur auf die Stadt. Interessant könnte das BBC-Areal in Arlesheim werden.

Spitzenfussball im Baselbiet? Für Stephan Glaser, den Präsidenten des FC Concordia, ist das gut vorstellbar. Auf seiner Suche nach einem Stadion-Standort sondiert er jedenfalls auch in der Agglomeration Basel, wie Recherchen der BaZ zeigen. «Wir müssen überall unsere Augen offen halten», bestätigt Glaser: «Denn uns läuft die Zeit davon.» Bis 2010 muss Concordia ein Baugesuch für ein neues Stadion oder einen massiven Ausbau des Rankhofs vorweisen, sonst wird der Club von der Swiss Football League aus dem Profifussball in die 1. Liga verbannt.

Zu wenig Platz

Schon vor einigen Monaten fragte Glaser darum in Muttenz nach Standorten für ein multifunktionales Stadion für 10 000 Zuschauer nach. «Die Anfrage hat uns zwar gefreut und wir hätten dem FC Concordia auch gerne geholfen», sagt der Muttenzer Gemeindeverwalter Urs Girod: «Aber leider haben wir selbst für unsere eigenen Fussballer zu wenig Platz. » Weitere Anfragen soll der Basler Traditionsverein auch in Pratteln und Birsfelden gestartet haben – konkretisiert haben sich die Stadionpläne dort zumindest bis jetzt aber nicht.

Mehr Erfolg könnten die Fussballer auf dem BBC-Areal in Arlesheim haben, dort, wo vor rund einem Jahr bereits Pläne für den Bau einer grossen Radrennbahn bestanden. Geworden ist daraus allerdings nichts. Nun ist Glaser auf das stadtnahe Areal zwischen Bahngeleisen und Birs aufmerksam geworden, das verkehrsmässig ideal erschlossen ist. Am Dienstagabend gab es ein erstes Treffen zwischen Glaser und dem Arlesheimer Gemeinderat, wie Karl-Heinz Zeller, Gemeindepräsident von Arlesheim, bestätigt. Mit von der Partie war auch Gerhard Läuchli, Leiter des kantonalen Amtes für Liegenschaftsverkehr. Das Areal gehört dem Kanton. Offiziell äussern will sich der Arlesheimer Gemeinderat noch nicht zu den Avancen von Concordia. «Es war ein rein informelles Gespräch», sagt Zeller, «Entscheide sind keine gefällt worden.» Die Vorstellung, in ein paar Jahren ein Stadion mit Wohnungen und Geschäften auf dem Gemeindegebiet zu haben, scheint den Behörden aber durchaus zu gefallen. So viel lässt Zeller jedenfalls durchblicken: «Wir werden auf das Anliegen eingehen und es offen prüfen.» Zuerst will Zeller aber mit seinem Münchensteiner Amtskollegen Walter Banga Kontakt aufnehmen, da der potenzielle Standort nahe der Gemeindegrenze liegt. «Darum werden wir das Projekt gemeinsam auf Stärken und Schwächen prüfen», sagt Zeller.

300 Millionen Franken

Trotz der positiven Reaktionen aus der Agglomeration hält Glaser einen Rankhof-Neubau am Rhein aber noch immer für die beste Lösung. Die Architekten Emanuel Christ und Christoph Gantenbein schlagen ein Stadion mit 10 000 Plätzen, einem Laden, einem Hotel und über 200 grosszügigen Wohnungen vor. Kosten würde das Projekt, das in ähnlicher Form auch auf dem Land realisiert werden könnte, rund 300 Millionen Franken. In Basel kennen die Behörden die Pläne seit über einem Jahr, aktiv wurden sie aber erst vor wenigen Monaten, nachdem Glaser die Öffentlichkeit über den drohenden Zwangsabstieg informiert hatte.

Nun ist eine Arbeitsgruppe unter Federführung des Erziehungsdepartements daran, das Projekt auf seine Machbarkeit hin zu überprüfen. Kommt sie zu einem abschlägigen Entscheid, wird sich Glaser wohl noch stärker um die Alternativen in der Agglomeration bemühen. Probleme bereitet ihm diese Vorstellung keine. «Spitzenfussball funktioniert auch auf dem Land», sagt er, «der FC Basel spielt ja auch quasi dort.»

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