Zum Hauptinhalt springen

Gewerbe will bei Baustellen mitreden

Bessere Kommunikation und standardisiertes Mitspracherecht für betroffene Betriebe soll die Abwicklung von Grossbaustellen im Kanton Baselland für das Gewerbe erträglicher machen.

Stau im Dorf: Nicht nur in Möhlin führen Baustellen temporär zu Verkehrsbehinderungen.
Stau im Dorf: Nicht nur in Möhlin führen Baustellen temporär zu Verkehrsbehinderungen.
Gawin Steiner

In mehreren Gemeinden seien Dorfkern-Sanierungen erfolgt, die aus Sicht des Gewerbes nicht erfreulich waren, sagte Landrat Christoph Buser als Direktor der Wirtschaftskammer Baselland am Montag vor den Medien. Das Gewerbe habe Umsatzeinbussen hinnehmen müssen.

Deshalb hat die Konferenz der Gewerbe- und Industrievereine (KGIV) der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) einen Forderungskatalog vorgelegt. Die Forderungen reichen von der Kontaktaufnahme der Behörden mit dem ortsansässigen Gewerbe schon vor der Projektplanung bis hin zum Bürokratieabbau.

Baudirektorin Sabine Pegoraro zeigte sich offen für die Anliegen des Gewerbes: Der Forderungskatalog sei ein gutes Arbeitsinstrument, sagte sie. Bei Grossbaustellen müssten die speziellen Interessen der betroffenen Betriebe wohl noch besser beachtet werden. Die geforderte frühzeitige Information des Gewerbes und der Anwohner sei sehr wichtig. Das werde - wie andere der Forderungen auch - schon heute bei Grossbaustellen umgesetzt, soll nun aber standardisiert werden.

Strafen und Bonus für das Baugewerbe

Neu werde die Vierjahres-Budgetierung an Stelle der jährlichen Globalbudgets eingeführt, hiess es weiter. Dadurch werde die gesamte Bauzeit der einzelnen Baustellen verkürzt. Zudem werde es möglich, die Etappierung der Grossbaustellen flexibler zu gestalten.

Zur Beschleunigung von Baustellen werde auch mit dem Bonus-Malus-System gearbeitet, sagte Urs Roth vom Baselbieter Tiefbauamt. Konventionalstrafen würden verhängt, wenn eine Baustelle nicht rechtzeitig abgeschlossen werde.

Pagoraro kündigte an, dass die Forderungen des KGIV bei der kommenden Grossbaustelle in der Gemeinde Allschwil gezielt umgesetzt würden. Auch die BUD sei bestrebt, die Einschränkungen für das Gewerbe, die Anwohner und den Verkehr möglichst gering zu halten.

SDA/jg

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch