Expansion ins Oberbaselbiet

Der Business Park Laufenthal & Thierstein weiht in Liestal eine neue Filiale ein.

Das nun Business Park Oberbaselbiet Laufental Thierstein genannte Unternehmen will am neuen Standort im Haus der Wirtschaft in Liestal vor allem Beratungsgespräche durchführen.

Das nun Business Park Oberbaselbiet Laufental Thierstein genannte Unternehmen will am neuen Standort im Haus der Wirtschaft in Liestal vor allem Beratungsgespräche durchführen.

(Bild: Florian Bärtschiger)

Heute Abend eröffnet der Business Park Laufental & Thierstein offiziell seinen neuen Standort Oberbaselbiet im Haus der Wirtschaft in Liestal. Der Standort hat bereits anfangs Jahr seine Arbeit zugunsten von Jungunternehmern aufgenommen. Der Kanton Basel-Landschaft unterstützt diese Expansion mit einer Anschubfinanzierung von 25 000 Franken. Der Kanton leistet zudem für die Jahre 2019 bis 2021 gestaffelte Kostenbeiträge in der Gesamthöhe von maximal 234 750 Franken.

«Wir können uns mit der Ausdehnung ins Oberbaselbiet als einer der grössten Business Parks in der Region etablieren», sagt Thomas Bretscher, Geschäftsführer des Unternehmens, das sich nun Business Park Oberbaselbiet Laufental Thierstein nennt. Mit der Erweiterung habe sich das Einzugsgebiet auf einen Raum von 165 000 Einwohner verdreifacht. «So können wir dank unserem Netzwerk eine noch grössere Kraft zugunsten von Jungunternehmern entfalten», ist Bretscher überzeugt. Es gehe vor allem um Neugründungen in den Bereichen Gewerbe und Dienstleistungen.

Im Gründungsprozess begleiten

Das Ziel eines Business Parks ist es, Leute, die sich mit einer Businessidee selbstständig machen wollen, im Gründungsprozess zu unterstützen. In einer ersten Phase gilt es im Gespräch mit den potenziellen Jungunternehmern herauszufinden, ob sie mit ihrer Geschäftsidee in der Wirtschaftswelt eine Chance haben oder nicht. «Circa zwei Drittel haben Ideen, die Hand und Fuss haben», sagt Bretscher.

Wichtig sei, dass man im Gespräch den Unternehmergeist spüre, der hinter einer Geschäftsidee stehe. Ist das gegeben, würden die Coaches des Business Parks mit den künftigen Jungunternehmern einen Business-Plan ausarbeiten. «Es geht darum, das Produkt oder die Dienstleistung zu definieren, die anvisierte Kundengruppe und das Einzugsgebiet festzulegen, Mitbewerber zu eruieren und die Finanzierung zu regeln», erklärt Bretscher. Ein guter Business-Plan umfasse auch ein Stärken-Schwächen-Profil.

Business-Plan als roter Faden

Zudem müsse die Rechtsform des neuen Unternehmens bestimmt werden. Der Business-Plan diene als roter Faden – auch gegenüber Dritten, etwa Kapitalgebern. Ist die Gründung erfolgt und der Handelsregistereintrag gemacht, sei die Dienstleistung des Business Park vorerst erfüllt. Dieser bleibe aber, wenn möglich, in Kontakt mit den Jungunternehmern, um sie auf ihrem weiteren Weg zu begleiten. «Wenn sie zum Beispiel erstmals Personal anstellen, ist das ein Meilenstein für junge Unternehmer», sagt Bretscher.

Er stelle zwar fest, dass die meisten Jungunternehmer «tolle Ideen für tolle Produkte» mitbrächten, meint der Geschäftsführer des Business Parks Oberbaselbiet Laufental Thierstein. «Es fehlt aber oft an den Fähigkeiten, ein Produkt verkaufen zu können.» Dazu gehöre, Kunden aktiv anzugehen und ihnen das Produkt anzupreisen. «Nur eine Homepage und einen Facebook-Eintrag zu haben, genügt nicht.» Die jungen Unternehmer müssten wissen, dass «da draussen» niemand auf sie warte.

Unternehmergeist vorleben

Auch der Business Park Oberbaselbiet Laufental Thierstein geht auf seine Kunden zu. Mit dem neuen Büro in Liestal wolle man näher bei der anvisierten Zielgruppe im oberen Kantonsteil sein, sagt Bretscher. Stattfinden sollen am Standort Liestal Beratungsgespräche. Die Möglichkeit, Business-Arbeitsplätze auch örtlich anzusiedeln, wie am Hauptstandort Zwingen, gebe es in Liestal allerdings noch nicht.

Die Arbeit des Business Parks Oberbaselbiet Laufental Thierstein wird nicht nur vom Kanton, sondern auch von einer Reihe von «Promotoren» unterstützt. Es handelt sich um Unternehmen oder Organisationen, die jedes Jahr einen stattlichen Betrag an die Finanzierung leisten. Thomas Bretscher will nicht von «Sponsoren» sprechen, da es sich um Partner handle, die auch ihr Know-how zur Verfügung stellten und ins Netzwerk des Business Parks eingebunden seien.

«Wichtig ist, dass auch wir vom Business Park den Unternehmergeist leben, den wir propagieren», sagt Bretscher. Das vom Kanton vorgegebene Kostendach werde deshalb nur ausgenutzt, falls es genügend geeignete Jungunternehmer gebe, die eine Beratung in Anspruch nehmen. Die Nachfrage sei aber hoch, Bretscher führt derzeit zwei bis drei Erstgespräche pro Woche mit geeigneten Kandidaten.

Basler Zeitung

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