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Erste Runde Tische zu Alt-Deponien in Muttenz

Über das weitere Vorgehen bei den mit Chemiemüll belasteten Alt-Deponien in Muttenz haben Runde Tische stattgefunden. Daran beteiligt waren die Grundeigentümer, Vertreter der früheren Deponiebetreiber und das Bundesamt für Umwelt (BAFU).

Insgesamt fanden vom 20. bis zum 22. Oktober drei Runde Tische statt, wie die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion am Donnnerstag mitteilte. An diesen wurde über die drei Deponiestandorte «Margelacker», «Feldreben» und «Rothausstrasse» beraten.

Ziel der Treffen sei es gewesen, «einvernehmliche Lösungen für das weitere Vorgehen im laufenden Altlastenbearbeitungsverfahren zu vereinbaren, um Verfügungen und verzögernde juristische Streitigkeiten zu vermeiden». Das Vorgehen sei von der Umweltschutzgesetzgebung des Bundes so vorgegeben.

Eine zweite Runde der Runden Tische soll in der zweiten Januarhälfte 2009 stattfinden. Bis dahin wollen die Beteiligten weitere Abklärungen vornehmen. Wie aus der Mitteilung hervorgeht, wurde vereinbart, die Öffentlichkeit erst nach Vorliegen konkreter Beschlüsse, Massnahmen oder Erkenntnisse zu informieren.

Protest der Kritiker

Deponie-Kritiker hatten am Dienstag mit einer Aktion in Muttenz gegen die Gespräche protestiert, an denen es um freiwillige Massnahmen gehe. «Keine krummen Deals hinter verschlossener Türe», forderten sie in einer Mitteilung: Der Aushub aller Giftdeponien und der Trinkwasserschutz seien «nicht verhandelbar».

Die Basler Chemie müsse die Sanierungen alleine zahlen, hiess es weiter. Es scheine aber, dass «die Baselbieter Umweltbehörde nicht den Mut aufbringt, verbindliche Sanierungsmassnahmen zu verfügen». Am Protest beteiligt waren Greenpeace, das «Forum besorgter Trinkwasserkonsumenten», das «Aktionskomitee Chemiemüll weg!» und die SP Muttenz.

Wie die Baudirektion im September festgehalten hatte, sollen die Deponie «Feldreben» saniert, die zwei andern Deponien aber bloss überwacht werden. Im Februar hatten demgegenüber die Grünen eine Volksinitiative zur Totalsanierung aller drei Gruben auf Kosten der Chemie eingereicht; die Regierung erachtet das Begehren jedoch als bundesrechtswidrig.

SDA/rfd

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