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Ein Heimspiel für Christine Pezzetta

Die Baselbieter FDP hat die Münchensteinerin Christine Pezzetta zur neuen Parteipräsidentin gewählt.

Christine Pezzetta will in der Wirtschafts-, Finanz- sowie der Umwelt- und Energiepolitik die Themenführerschaft erobern.
Christine Pezzetta will in der Wirtschafts-, Finanz- sowie der Umwelt- und Energiepolitik die Themenführerschaft erobern.

Die FDP Baselland hat gestern Abend im Kuspo Münchenstein eine klare und wohl auch logische Wahl getroffen: Bei einem absoluten Mehr von 58 Stimmen wählten die Delegierten Christine Pezzetta mit 80 Stimmen zur neuen Parteipräsidentin. Ihr Widersacher, Paul Hofer aus Oberwil, erhielt lediglich 31 Stimmen.

Unmittelbar nach der glanzvollen Wahl sagte Pezzetta, sie sei «überwältigt, dankbar und froh». Sie habe die Wahl nie als gesicherte Sache betrachtet – auch wenn sie immer als Favoritin gehandelt worden sei. Das deutliche Resultat zeigt aber, dass Pezzetta gut in der Kantonalpartei verankert ist. Tatsächlich ist Pezzetta (45) seit Januar 2007 Mitglied der Parteileitung der FDP Baselland; und im März 2008 wurde sie Vizepräsidentin der FDP Baselland. Ausserdem leitet sie seit rund sechs Jahren die Münchensteiner Ortssektion. In ihrer Wohngemeinde wurde sie im März auch neu in den Gemeinderat gewählt.

«Populär und schlagkräftig»

Pezzetta hatte aber immer zum Ausdruck gebracht, dass das Parteipräsidium sie reize – sie hatte sich im Januar, als sie die Parteileitung interimistisch übernommen hatte, noch Zeit ausbedungen, um sich ins Amt einleben zu können. Pezzetta hatte in ihrem einleitenden Votum gesagt, sie wolle in der Wirtschafts-, Finanz- sowie der Umwelt- und Energiepolitik die Themenführerschaft für die FDP erobern. Sie wolle die FDP wieder zu einer «populären und schlagkräftigen Partei» machen, die mit Anstand politisiere. Wichtig für den Erfolg sei der «innere Zusammenhalt», betonte Pezzetta mit Blick auf parteiinterne Querelen, die in der Öffentlichkeit ausgetragen worden waren. Mit Einzelkämpfertum komme man nicht auf einen grünen Zweig. Welche Wählerstärke sie für ihre Partei in den kommenden Wahlen anstrebt, sagte Christine Pezzetta gestern aber nicht.

Hofer hatte sich als «Kommunikator» und «Motivator» vorgestellt. Er werde im Sommer 65 Jahre alt, fühle sich aber wie 55. Trotz seiner durchaus temperamentvollen Rede kam er nicht über seinen Status als Aussenseiter hinaus. Die FDP wählte Kontinuität und Erfahrung in der Parteiarbeit.

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