Zum Hauptinhalt springen

Die plötzliche Wunderheilung

Ein mutmasslicher Sozialhilfebetrüger führte 20 Jahre lang ein bizarres Leben – bis ihm die Behörden auf die Schliche kamen.

Offiziell psychisch schwer krank und unfähig, ein geregeltes Leben zu führen, wenn die Behörden aber nicht hinschauten, putzmunter: Das Baselbieter Strafgericht muss über einen aussergewöhnlichen Fall urteilen (Symbolbild).
Offiziell psychisch schwer krank und unfähig, ein geregeltes Leben zu führen, wenn die Behörden aber nicht hinschauten, putzmunter: Das Baselbieter Strafgericht muss über einen aussergewöhnlichen Fall urteilen (Symbolbild).
Daniel Desborough

Zum Abschluss wurde Strafverteidiger Stefan Suter philosophisch: «Sind wir etwa alle nur Schauspieler?», fragte er in seinem Plädoyer. Suter hatte die undankbare Aufgabe übernommen, den heute 52-jährigen Erdin Sunal?* vor dem Baselbieter Strafgericht zu verteidigen – ein Mann, der kaum zu verteidigen ist. Staatsanwältin Sylvia Gloor Hohner wirft dem in Pratteln wohnhaften Türken vor, in den letzten 20 Jahren eine psychische Erkrankung vorgetäuscht zu haben, um eine Invalidenrente zu erschleichen. Was den Job des Strafverteidigers so schwierig macht: Gloor Hohner hat einige überzeugende Beweise für die überragende Schauspielkunst des mutmasslichen Sozial­hilfebetrügers. Doch dazu später mehr.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.