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Die Heimbewohner werden immer älter

Bis 2045 wird eine Lebenserwartung von 87,2 Jahren prognostiziert. Derzeit leben fast 3000 Personen in den Alters- und Pflegeheimen.

Thomas Dähler
Die 85- bis 89-Jährigen bilden die grösste Gruppe. Grafik: Statistisches Amt
Die 85- bis 89-Jährigen bilden die grösste Gruppe. Grafik: Statistisches Amt

In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner der Baselbieter Alters- und Pflegeheime um 17,5 Prozent angewachsen. Gleichzeitig hat sich das Wachstum jedoch verlangsamt. Gestiegen ist das Durchschnittsalter der Heim­bewohner, wie aus den vom Statistischen Amt des Kantons Baselland veröffentlichten Zahlen hervorgeht.

2525 Personen lebten 2008 in den Baselbieter Alters- und Pflege­heimen. 2966 Personen waren es Ende 2018. Die Wachstumskurve hat sich jedoch innerhalb dieser zehn Jahre merklich abgeflacht. In den letzten zwei Jahren stieg die Zahl der Heimbewohner um 1,4 Prozent. Der Bevölkerungsanstieg betrug im gleichen Zeitraum 1 Prozent. Während die Zahlen bei den ­jüngeren Heimbewohnern rückläufig sind, steigen sie bei den über 80-Jährigen an. Am grössten war die Zunahme bei den 90- bis 94-Jährigen.

Lebenserwartung steigt

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 81,8 Jahren. Bis 2045 wird eine Lebenserwartung von 87,2 Jahren prognostiziert. Bei den Frauen liegt diese noch immer merklich höher. In den Alters- und Pflegeheimen ist das Verhältnis zwischen ­Männern und Frauen bei den jüngeren Altersklassen nahezu ausgeglichen. Dabei spielt es auch eine Rolle, dass oft Frauen pflege­bedürftige Männer lange zu Hause betreuen.

Ab 75 überwiegen die Frauen in den Heimen stärker. Bei den über 94-Jährigen sind 227 von 279 Personen Frauen. Das sind 80 Prozent. Insgesamt lebt rund 1 Prozent der Bevölkerung in Alters- und Pflegeheimen. Gegen 100 Prozent von ihnen sind auf Pflege gemäss Krankenpflege-Leistungsverordnung angewiesen. Die Leistungen steigen jedoch nicht mit zunehmendem Alter an.

30 Heime

Die 2966 Heimbewohner verteilen sich im Baselbiet auf 30 Heime. Diese beschäftigen 4189 Personen mit 3115 Vollzeitstellen. Etwa zwei Drittel dieser Beschäftigten sind in der Pflege oder in medizinischen Fachbereichen ­tätig, der Rest verteilt sich auf Ökonomie und Hausdienst, auf die Verwaltung und die Technik. Der Frauenanteil ist hoch: Er beträgt rund 80 Prozent.

Nach dem neuen Alters- und Pflegegesetz sind die Gemeinden für die Versorgung der älteren Bevölkerung zuständig. Sie müssen sich dazu in Versorgungs­regionen zusammenschliessen. Die eingeleitete Dezentralisierung hat das Ziel, die Mittel für die Versorgung ziel­gerichteter einzusetzen. Dabei geht es darum, den Trend zu immer teureren Pflegebetten zu dämpfen. Seit 2008 hat die Zahl der Heimbewohner um 17,5 Prozent zugenommen, die Anzahl der Pflegetage um 18 Prozent – eine Million Pflegetage mehr. Die Beschäftigten nahmen um 31,5 Prozent zu, der Betriebsaufwand der Heime stieg sogar um stolze 54,1 Prozent.

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