Die FDP setzt weiterhin auf Christoph Buser

Die Abwahl bei den Landratswahlen hat keine Folgen für Christoph Buser:Der Parteitag hat alle von der Findungskommission vorgeschlagenen Kandidierenden für die eidgenössischen Wahlen bestätigt.

Klarer Entscheid: Die FDP nominiert Christoph Buser als Nationalratskandidat.

Klarer Entscheid: Die FDP nominiert Christoph Buser als Nationalratskandidat.

(Bild: Florian Bärtschiger)

Thomas Dähler

Parteipräsidentin Saskia Schenker hat am Parteitag in Allschwil von Beginn weg klargemacht, was die Baselbieter Freisinnigen tun sollen: die von der Findungskommission aufgestellte Siebnerliste für die Nationalratswahlen unverändert durchzuwinken. «Es ist der Findungskommission gelungen, die Partei auf der Liste abzubilden», lobte Schenker die Vorbereitungsarbeit. Damit wird klar, dass die Baselbieter FDP auch weiterhin zur Wirtschaftskammer Baselland und zu ihrem Direktor Christoph Buser steht, der als einer von vier Männern und drei Frauen auf der FDP-Liste für die grosse Kammer steht. Auch Andreas Dürr als Tagespräsident gab vor der Wahl seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Stimmenzähler nicht aktiv werden müssen.

Peter Issler, Präsident der ­Findungskommission, sagte, die Kommission habe sehr viele potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten angefragt. Das Interesse an einer Kandidatur sei breit gewesen. Die Kommission habe sich schliesslich entschieden, sieben Kandidierende vorzuschlagen und den Delegierten keine Auswahl zu unterbreiten.

Neben Wirtschaftskammer-Direktor Christoph Buser und der bisherigen Nationalrätin Daniela Schneeberger wollen der ­Reinacher Gemeindepräsident Melchior Buchs, die Allschwiler Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli sowie die Landratsmitglieder Saskia Schenker (Itingen), Marc Schinzel (Binningen) und Balz Stückelberger (Arlesheim) sich einer Wahl stellen.

KMU und Hauseigentümer

Bei der Vorstellungsrunde begründete Buser seine Kandi­datur vor allem mit seinem Engagement für die KMU und für die Hauseigentümer. Der Füllins­dorfer gab zu, dass er seine Abwahl bei den Landratswahlen im Wahlkreis Pratteln als bitter empfunden habe. Zur Politik gehörten jedoch Siege und Niederlagen – wichtig sei, wie man damit umgehe. Er habe viel von der Partei profitiert. Er wolle deshalb der FDP auch etwas zurückgeben. «Ich bin überzeugt, dass ich ein Segment mitbringen kann, das es für den Wahlerfolg auch braucht», meinte der Wirtschaftskammer-Direktor.

Im Anschluss an die Vorstellungsrunde gab es keinerlei ­Fragen aus der Versammlung. Einzelwahlen verlangte niemand. So nominierten die Delegierten die Kandidatinnen und Kandidaten gemeinsam und einstimmig, bei einer Enthaltung. Auch für den Ständerat kandidieren wird Daniela Schnee­berger. Die Delegierten machten gestern die schon länger bekannte Kandidatur durch die offizielle Nomination für den Basel­bieter Ständeratssitz definitiv. Sie wird um die Nachfolge des zurücktretenden Ständerats Claude Janiak (SP) kämpfen.

Schenker definitiv im Amt

Nur eine Formsache war die Wahl der Parteipräsidentin: Saskia Schenker als Interimspräsidentin wurde ohne Gegenstimme gewählt. Ein anderer Kandidat war weit und breit nicht in Sicht.

Naomi Reichlin lobte die Oberbaselbieter Landrätin in den höchsten Tönen und half damit mit, dass an der Spitze der Baselbieter Freisinnigen wieder klare Verhältnisse herrschen.

Basler Zeitung

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