Der Landrat stellt sich hinter die BLT

Der Kanton Baselland will die Tramlinie am Margarethenstich in BLT-Händen sehen. Die SP wehrte sich vergeblich gegen eine entsprechende Motion.

Klare Haltung: Am Margarethenstich will der Kanton Baselland nur gelbe Trams verkehren lassen.

Klare Haltung: Am Margarethenstich will der Kanton Baselland nur gelbe Trams verkehren lassen.

(Bild: Pino Covino)

Thomas Dähler

Im Konflikt um den Betrieb der geplanten Tramlinie am Margarethenstich stellt sich der Baselbieter Landrat ohne Wenn und Aber hinter sein Tram­unternehmen BLT. Der Landrat hat gestern eine Motion von Oskar Kämpfer (SVP, Therwil) überwiesen, der die Regierung dazu verpflichtet, den Betrieb der Linie durch die BLT sicherzustellen und die von der BLT getätigten Investitionen zu schützen.

Die Motion wurde von den Sozialdemokraten vergeblich bekämpft. Christine Koch (SP, Aesch) trat dafür ein, dass Regierungsrätin Sabine Pegoraro mit einem genügend grossen Spielraum die Verhandlungen mit dem basel-städtischen Regierungskollegen Hans-Peter Wessels führen könne. Zwei Tramunternehmen, die das gleiche Netz befahren würden, sei zudem «absolut nicht mehr zeitge­mäss». Der Zusammenschluss der Basler BVB und der Baselbieter BLT sei zu prüfen und «die kleinlichen und unangemessenen Streitigkeiten» zu beenden. Mit der Motion im Rücken werde die Baselbieter Baudirektorin voreilig auf die Position der BLT «festgenagelt».

Investitionen schützen

Motionär Kämpfer fehlte jegliches Verständnis für die Haltung der SP. Es sei verfehlt, aus den beiden Tramunternehmen «Wohlfühlklubs zu machen». Vordringlich sei, dass die getätigten grossen Investitionen der BLT geschützt und betriebswirtschaftlich abgesichert würden. Der Kanton Baselland müsse hart bleiben und darauf beharren, dass die Tramlinie 17 am Margarethenstich durch die BLT betrieben würde. Christoph Hiltmann (FDP, Birsfelden) meinte zudem, man müsse darauf pochen, dass der Bau und Betrieb nicht auseinander dividiert würden.

Kämpfer wurde auch von der FDP, den Grünen und der CVP/EVP-Fraktion unterstützt. Christine Gorrengourt (CVP, Ettingen) sagte, der Konflikt sei von der BVB entfacht worden. Andreas Dürr (FDP, Biel-Benken) hielt ebenfalls fest: «Die Verstimmung hat Basel-Stadt verursacht. Urs-Peter Moos (BDP, Binningen) meinte, die BVB halte sich nicht an getroffene Beschlüsse und versuche jetzt, sich durch die Hintertür Vorteile zu verschaffen.

Die Regierung zeigte sich schliesslich bereit, die Motion des SVP-Präsidenten entgegenzunehmen. Regierungsrätin Sabine Pegoraro erklärte, der Inhalt der Motion entspreche in etwa dem Verhandlungsmandat der Regierung. Die Motion wurde mit 55 zu 10 Stimmen bei 11 Enthaltungen überwiesen.

Basler Zeitung

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