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Der Baselbieter Heckenwahn

Wie die Bau- und Naturschutz-Amtsstellen aus Laufen und Liestal den Bau einer Solaranlage verhindern. Beispiel einer unsinnigen Gesetzgebung.

Hinter der ehemaligen Wandplattenfabrik der Keramik Laufen AG könnte eine Energiequelle sprudeln. Ein kleines Kraftwerk, das jährlich mindestens 270'000 Kilowattstunden produziert. Könnte. Denn der freisinnige Giuseppe Gerster spaziert über die noch immer 10'000 Quadratmeter freie Fläche, auf welcher seit nun zwei Jahren eine Solaranlage stehen müsste. Aber nach den jüngsten Auflagen zur Verschiebung einer Hecke aus der Laufner Stadtverwaltung und nachdem Gerster die Dokumente vom Amt für Raumplanung aus Liestal an der Aktionärsversammlung vorlas, gaben die Aktionäre der GSZ Immobilien AG grölend Forfait: «Übung abbrechen», rieten sie ihm. Die Verschiebung der Pflanzen beschäftigt die Ämter seit nun mehr als zwei Jahren??– und würde sie die nächsten Jahre weiter beanspruchen – bis eine neue Hecke angewachsen und von den Beamten abgenommen ist. Eine Solaranlage wäre dann noch immer nicht installiert.

Dabei ist Gerster nicht einfach bloss der Macher, der als Architekt hemds­ärmelig durch Bruchsteinmauern geht. Die Stadt Laufen hat dem Feingeist und bedachten Denkmal- und Heimatschützer viel zu verdanken – unter anderem die Errichtung von 150 Arbeitsplätzen, nachdem die Keramik Laufen AG 1997 plötzlich 80 Mitarbeiter entlassen hatte. Gerster gründete die GSZ Immobilien AG und führte das Gelände der Keramik zur neuen Prosperität.

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