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Das Herz schlägt das Portemonnaie

Mit der Annahme der Schlösser-Initiative bleiben die Kulturgüter Eigentum des Kantons. Nun muss dieser eine Vorlage zur Umsetzung ausarbeiten. Ob die Basellandaschaftliche Kantonalbank mitmacht, ist noch offen.

Bleibt beim Kanton: Schloss Wildenstein wird vorerst nicht von einer Stiftung der Basellandschaftlichen Kantonalbank übernommen.
Bleibt beim Kanton: Schloss Wildenstein wird vorerst nicht von einer Stiftung der Basellandschaftlichen Kantonalbank übernommen.
Dirk Wetzel

Bereits um 13.30 Uhr gratuliert Hans Furer der Bottminger Gemeindepräsidentin und Initiantin Anne Merk­ofer: «Glückwunsch zur zweitbesten Lösung», sagt der Co-Präsident des Komitees «Beste Lösung für Schlösser und Hof – Ja zum Gegenvorschlag» lachend. Mit dem Resultat könne er leben.

Schon früh zeichnete sich das deutliche Ja ab. Zum Schluss stimmten gut 60 Prozent für die Initiative. Der Gegenvorschlag wurde knapp abgelehnt. Furer zeigt sich einsichtig. «Wir haben es verpasst, die Debatte auf die Sachebene zu bringen. Der Gegenvorschlag liess sich schlechter verkaufen.» Als Beweis zückt er sein Handy. «Sehen Sie? Auf den Onlineportalen schreibt man, ‹die Schlösser bleiben im Besitz des Kantons›. Das ist falsch! Auch beim Gegenvorschlag wäre der Kanton Besitzer gewesen», sagt Furer und nennt damit die Schwäche seiner Wahlkampfparolen: die juristische Fachsimpelei.

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