Bruderholzspital kommt vors Volk

Mit 4200 Unterschriften ist am Montag die Initiative «Ja zum Bruderholzspital» in Liestal eingereicht worden. Damit wird das Volk über die Zukunft des Spitalstandorts bestimmen.

Die Kantone Basel-Stadt und Land wollen das sanierungsbedürftige Kantonsspital Bruderholz abreissen und an seiner Stelle eine Tagesklinik. Die Initiative dagegen steht.

Die Kantone Basel-Stadt und Land wollen das sanierungsbedürftige Kantonsspital Bruderholz abreissen und an seiner Stelle eine Tagesklinik. Die Initiative dagegen steht.

(Bild: Roland Schmid)

Über die Schliessung des Kantonsspitals Bruderholz wird das Baselbieter Volk befinden. Am Montag hat ein überparteiliches Komitee die Initiative «Ja zum Bruderholzspital» eingereicht. Nötig für ein Zustandekommen sind 1500. Damit hat die Bevölkerung das letzte Wort im umstrittenen Hin und Her rund um den Spitalstandort.

Die Initianten zeigten sich zuversichtlich. Man habe es in 30 Tagen «rasend schnell» geschafft, die Signaturen zu sammeln. Dies sehe man als ein deutliche Zeichen, dass sich die Menschen eine vernünftige und zahlbare Spitalregion wünscht. Mit der Initiative will man die medizinische Grundversorgung im Kanton im bisherigen Rahmen sichern.

Breite Unterstützung

Lanciert wurde das Volksbegehren von Exponenten eines breiten politischen Spektrums von links bis rechts. Zudem engagierten sich auch frühere leitende Ärzte des Bruderholzspitals für die Sache. Der Rückhalt scheint gross zu sein.

Konkret verlangt die formulierte Gesetzesinitiative «Ja zum Bruderholzspital» eine Änderung des Spitalgesetzes. Es soll festgeschrieben werden, dass das aus der Verwaltung ausgegliederte Kantonsspital Baselland (KSBL) in Laufen die Grundversorgung und an den Standorten Bruderholz und Liestal die erweiterte Grundversorgung sowohl im stationären und ambulanten Bereich sichert.

Spitalregion oder Spitalgruppe?

Der Erhalt der bisherigen Grundversorgung im unteren Kantonsteil ist gemäss Initianten ein wichtiger Beitrag für eine gut funktionierenden Spitalregion. Sie zeigen sich überzeugt, dass dies kostengünstig möglich sei.

Die Zukunft des Bruderholzspitals ist seit Jahren Gegenstand politischer Diskussionen. Ende Juni kündigten die Regierungen beider Basel die Prüfung einer gemeinsamen Spitalgruppe an. Bestehen soll diese aus dem Universitätsspital Basel und dem KSBL. Dabei soll das sanierungsbedürftige Bruderholzspital abgerissen und an seiner Stelle am gleichen Ort eine Tagesklinik gebaut werden.

las/sda

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