Baselland profitiert von regionalen EU-Projekten im Dreiland

16 Projekte in der trinationalen Region am Oberrhein werden mit dem Europäischen Entwicklungsfonds gefördert.

Fördermittel für ein weiteres Projekt hat der Begleitausschuss den Schweizerischen Rhein­häfen zugehalten. Mit diesem soll die Zusammenarbeit zwischen den Häfen in Basel, Weil am Rhein, Mulhouse, Colmar/Neuf-Brisach, Strassburg, Kehl, Karlsruhe, ­Ludwigshafen und Mannheim verbessern.

Fördermittel für ein weiteres Projekt hat der Begleitausschuss den Schweizerischen Rhein­häfen zugehalten. Mit diesem soll die Zusammenarbeit zwischen den Häfen in Basel, Weil am Rhein, Mulhouse, Colmar/Neuf-Brisach, Strassburg, Kehl, Karlsruhe, ­Ludwigshafen und Mannheim verbessern.

(Bild: Keystone)

Thomas Dähler

Ins Dreiland fliessen 12 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Dabei erhält die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Muttenz die Projektverantwortung für zwei der 16 bewilligten Projekte des Programms Interreg Oberrhein.

Mit dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung verfolgt die EU das Ziel, durch die Beseitigung von Ungleichheiten zwischen den verschiedenen ­Regionen den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt zu stärken. Auch die Schweiz profitiert davon.

Wie aus der Mitteilung der ­Regio Basiliensis hervorgeht, hat die FHNW den Zuschlag für ein Projekt aus dem Bereich ­Forschung, Innovation und Technologietransfer und für eines aus dem Bereich Klima und Energie erhalten.

Wirtschaftsoffensive

Fördermittel über eine Million Franken fliessen in das Projekt «Wirtschaftsoffensive 2018» der Hochschule für Life Sciences und der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik der FHNW. Daran beteiligt sind auch die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie die Région Grand-Est.

Mit dem Teilprojekt Perso­nalis wird eine personalisierte Medizinplattform für Patienten mit Autoimmunkrankheiten entwickelt. 3-D-Druckmaterialien für resorbierbare Knochen­implantate sollen mit dem Teilprojekt TriMaBone als Schlüsseltechnologie entwickelt werden. Das Teilprojekt Aca-Modes hat zum Ziel, eine intelligente Systemregelung zur Einspeisung ­erneuerbarer Energie ins Stromnetz bereitzustellen. Und mit dem Teilprojekt Water-Pollution-Senso soll ein automatisiertes System erprobt werden, das Schadstoffe im Trinkwasser überwachen kann.

Beim Energieprojekt geht es um Einsparungen in Gebäuden. Das Projekt «SMI: Inklusives Smart Meter» will die Instrumente, die den Energieverbrauch erfassen, besser nutzen. Die ­Instrumente sollen bezüglich Datensicherheit verbessert werden, damit sie in Privathaus­halten den Energieverbrauch ­sicherer prognostizieren und damit mithelfen, den persönlichen Verbrauch zu optimieren. Die Fördermittel dafür gehen an die Hochschule für Technik.

Kooperation der Häfen

Fördermittel für ein weiteres Projekt hat der Begleitausschuss den Schweizerischen Rhein­häfen zugehalten. Mit diesem soll die Zusammenarbeit zwischen den Häfen in Basel, Weil am Rhein, Mulhouse, Colmar/Neuf-Brisach, Strassburg, Kehl, Karlsruhe, ­Ludwigshafen und Mannheim verbessern. Dies soll dereinst mithelfen, den umweltfreund­lichen Containertransport auf dem Rhein zu fördern. Dafür soll eine erste gemeinsame Plattform für das Betreiben der Trans­porte gegründet werden.

Ebenfalls in den Genuss von Fördergeldern aus dem Programm Interreg kommen das ­Soziologische Institut der Universität Basel, das Departement Biomedizin der Universität Basel, das Innovation Office der Universität Basel und die Parlamentsdienste des Kantons Basel-Stadt zur Einrichtung eines ­ständigen Sekretariats des Oberrheinrats in Kehl.

Regio Basiliensis

Im Rahmen des Programms Interreg für die Jahre 2014 bis 2020 stehen Fördermittel von insgesamt 109,7 Millionen Euro zur Verfügung. 9,2 Millionen für die grenzüberschreitenden Projekte am Oberrhein trägt die Schweiz dazu bei – alimentiert aus dem Fonds für Neue Regionalpolitik. Rund 64 Prozent der Mittel für die laufende Periode sind inzwischen vergeben.

Die Entscheide trifft ein Begleitausschuss. Darin vertreten sind die regionalen Programmpartner aus der Pfalz, aus Baden, aus dem Elsass und aus der Nordwestschweiz vertreten. Zuständig ist auf Schweizer Seite die Koordinationsstelle der Nordwestschweizer Kantone bei der Regio Basiliensis.

Basler Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...