Zum Hauptinhalt springen

Baselland mit tiefroten Zahlen in der Staatsrechnung

Baselland schliesst die Staatsrechnung 2014 mit tiefroten Zahlen ab. Obwohl die Reform der Pensionskasse noch nicht in die Abrechnung eingegliedert wurde, beläuft sich das Defizit auf massive 120 Millionen Franken

Eine Erklärung muss her: Die Regierung mit Finanzdirektor Anton Lauber(CVP) geht von namenhaften Steuerausfällen aus.
Eine Erklärung muss her: Die Regierung mit Finanzdirektor Anton Lauber(CVP) geht von namenhaften Steuerausfällen aus.
Dominik Plüss

Die Reform der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) nicht eingerechnet, beträgt das Defizit 120,6 Millionen Franken. Das ist deutlich schlechter als budgetiert wie auch im Vergleich zum Vorjahr.

Gegenüber dem Budget fürs vergangene Jahr ist der Fehlbetrag im Gesamtergebnis der Erfolgsrechnung um über 75 Millionen Fr. grösser, wie aus einer Mitteilung der Baselbieter Finanzdirektion vom Mittwoch hervorgeht. Im Vergleich zur Rechnung 2013 beträgt die Verschlechterung gar mehr als 116 Millionen Franken.

Stark gewachsen sind laut der Direktion die Abgeltungen an die Spitäler, die um 42 Millionen Fr. höher ausfielen als budgetiert. Zu Buche schlugen aber auch geringere Steuererträge (-25 Millionen Fr.), der Ausfall der Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (-23 Millionen) oder weniger Bundessteuerertrag (-10 Millionen) und Bussenerträge (-12 Millionen Fr.).

Kein Geld für Investitionen

Der Rechnung 2014 belastet wurden indes auch die einmaligen Buchungen zur Ausfinanzierung der BLPK. Rechnet man diese ein, steigen die Zahlen nochmals stark an: Das Rechnungsdefizit erreicht 1,17 Milliarden Fr., die Verschuldung des Kantons nimmt um rund 1 Milliarden Fr. zu und es entsteht ein Bilanzfehlbetrag von rund 1,05 Milliarden Franken.

Kein Geld übrig blieb derweil im vergangenen Jahr für die Investitionen; diese mussten vollumfänglich durch Fremdmittel finanziert werden. Die Nettoinvestitionen blieben dabei mit 180,6 Millionen Fr. hinter dem Budget 2014 (204,2 Millionen Fr.) und der Rechnung des Vorjahres (217,4 Millionen Fr.) zurück.

Der Finanzierungssaldo ist mit 216,9 Millionen Fr. weiter negativ und fällt deutlich schlechter aus als budgetiert (166 Millionen Fr.). Der Selbstfinanzierungsgrad ist mit -20 Prozent wieder stärker in den negativen Bereich gerutscht und liegt weit von den budgetierten 19 Prozent entfernt.

Sofortige Kürzungsvorgaben

Die Regierung gehe davon aus, dass auch die Rechnungen für 2015 und 2016 negativ abschliessen werden, heisst es weiter; für das laufende Jahr ist ein Defizit von 35 Millionen Fr. budgetiert. In «bedeutendem Ausmass» werde indes der Staatshaushalt auch von der Aufhebung des Euro-Mindestkurses und der Einführung von Negativzinsen beeinflusst.

Wie stark dies 2015 effektiv der Fall sein wird, hänge vom weiteren Wechselkursverlauf und den Reaktionen der Unternehmen ab. Die Regierung gehe dabei von namhaften Steuerausfällen aus. Sie hat als Sofortmassnahmen Zielvorgaben an die Direktionen beschlossen; lineare Kürzungen dienten dabei als Richtgrössen.

SDA/sa

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch