Baselbieter Landrat lehnt erneut Fluglärm-Bericht ab

Um den Druck für Verbesserungen am Flughafen Basel-Mülhausen aufrecht zu erhalten, lehnt das Parlament den Bericht zur Verminderung des Fluglärms ab.

Eine Zunahme der Werte, im Vergleich zum Jahr 2017, gab es gemäss Bericht in der ersten Nachtstunde zwischen 22 und 23 Uhr.

Eine Zunahme der Werte, im Vergleich zum Jahr 2017, gab es gemäss Bericht in der ersten Nachtstunde zwischen 22 und 23 Uhr.

(Bild: Keystone)

Der Baselbieter Landrat hat erneut einen Bericht der Fluglärmkommission zu den Bemühungen zur Verminderung der Fluglärmbelastung abgelehnt. Das Parlament will damit den Druck für Verbesserungen am Flughafen Basel-Mülhausen aufrecht erhalten.

Eine ablehnende Kenntnisnahme des Berichts 2017 entschied der Landrat mit 40 zu 38 Stimmen. Im neuen Bericht habe sich gegenüber dem letzten nichts geändert, hiess es seitens Grünen/EVP-Fraktion, die den Antrag auf Ablehnung stellte. Daher müsse konsequenterweise auch der neuen Bericht ablehnend zur Kenntnis genommen werden.

Umdenken bei Regierung

Den Bericht 2016 hatte der Landrat im September deutlich abgelehnt. Dieses Zeichen habe einiges bewirkt, sagte ein CVP-Landrat. Bei der Baselbieter Regierung habe ein Umdenken stattgefunden. Der Bericht 2017 war indes vor der Parlamentsdebatte über den Bericht 2016 veröffentlicht worden.

Die Lärmbelastung bliebt gemäss dem Bericht im Jahr 2017 weitgehendst stabil. Die geltenden Lärmschutzbestimmungen wurden durch den EuroAirport eingehalten. Teilweise wurden tiefere Lärmwerte im Vergleich zum Vorjahr registriert.

Eine Zunahme der Werte gab es gemäss Bericht aber in der ersten Nachtstunde zwischen 22 und 23 Uhr. Dagegen haben die Lärmwerte insbesondere in den südlichen Gebieten nahe des Flughafens zwischen 23 und 24 Uhr abgenommen. Zwischen 5 und 6 Uhr wurden dort jedoch höhere Lärmwerte gemessen, dies aufgrund der hohen Südlandequote in diesem Jahr.

ms/sda

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