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Baselbieter Gewässer mit schlechter Wasserqualität

Erstmals wurden insgesamt 199 Wasserproben aus Gewässern im Baselbiet untersucht. Die Auswertungen sind beunruhigend.

In der Birs (Bild) hat das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen eine gute Wasserqualität festgestellt.
In der Birs (Bild) hat das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen eine gute Wasserqualität festgestellt.
Pino Covino

Wer in Baselbieter Bächen und Flüssen badet oder Wasser daraus schluckt, riskiert bei den meisten gesundheitliche Folgen. Dies zeigen erstmalige Messungen in 33 Haupt- und Nebengewässer zwischen Juni und August.

Im Rahmen einer ausgedehnten Messkampagne hat der Kanton mögliche Badestellen für Erwachsene und Kinder in 18 grösseren Flüssen sowie 15 kleineren Flüssen und Bächen mehrfach analysiert, wie die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion am Dienstag mitteilte. Insgesamt 199 Wasserproben wurden dabei auf Kolibakterien und Enterokokken untersucht.

Eine gute mikrobiologische Wasserqualität hat das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen in Birs, Ergolz und Lützel sowie im Rhein, Aletenbach, Fluebach, Homburgerbach und Leisibach festgestellt. Diese Gewässer wurden beim Gesamturteil der zweithöchsten Klasse der vierstufigen Qualitätsskala zugeordnet.

Die sauberste Klasse erreicht gar kein Baselbieter Gewässer. Die schlechteste Qualität wiesen derweil Arisdörferbach, Bennwilerbach, Frenke, Marchbach und Schliefbach auf. In diesen fünf Gewässern, die der schlechtesten Qualitätsklasse zugeordnet wurden, raten die Behörden vom Baden ganz ab.

Grössere Gewässer sauberer

In den weiteren 21 untersuchten Baselbieter Gewässern kann eine gesundheitliche Beeinträchtigung, etwa nach dem Schlucken von Fluss- oder Bachwasser, nicht ausgeschlossen werden. Dazu gehören etwa Birsig, Hemmikerbach und Hintere Frenke. In diesen Bächen solle man gemäss Mitteilung das Tauchen vermeiden und nach dem Baden gründlich duschen.

Der Kanton weist in der Mitteilung allerdings darauf hin, dass Probeentnahmen jeweils nur Momentaufnahmen seien - nach Regen etwa führen Fliessgewässer kurzfristig mehr Material und Keime mit. Generell lasse sich sagen, dass die Wasserqualität im Kanton in den Hauptgewässern besser als in den Nebengewässern ist.

Eine so breite Untersuchung der Badewasserqualität ist gemäss dem Baselbieter Kantonschemiker zum ersten Mal durchgeführt worden. Die Ergebnisse sollen nun als Leitfaden dienen. Eine Wiederholung der breitangelegten Messungen sei aus Kostengründen derzeit nicht vorgesehen. Weiter jährlich untersucht würden grössere Flüsse.

SDA/dou

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