Baselbieter Gemeinden müssen Wasser weiterhin abkochen

Das Trinkwasser in Liestal, Arisdorf, Lausen, Seltisberg, Lupsingen und Nuglar weist nach wie vor zu hohe Werte an Kolibakterien auf.

In Liestal befinden sich Fäkalbakterien im Trinkwasser.

In Liestal befinden sich Fäkalbakterien im Trinkwasser.

(Bild: Dominik Plüss)

Das Trinkwasser im Baselbieter Kantonshauptort Liestal sowie in fünf weiteren Gemeinden in der Umgebung ist mit Kolibakterien verunreinigt. Laut den Behörden dürfte die Verunreinigung bis am kommenden Donnerstag andauern.

Von der Trinkwasserverschmutzung betroffen sind neben Liestal auch die Baselbieter Gemeinden Arisdorf, Lausen, Seltisberg und Lupsingen sowie das solothurnische Nuglar-St. Pantaleon. Diese Kommunen haben das Trinkwasser von Liestal bezogen, wie die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Baselland am Freitag mitteilte.

Ursache noch ungeklärt

Noch ist laut den Behörden nicht klar, weshalb das Trinkwasser mit Fäkalbakterien verunreinigt ist. Festgestellt wurde die Verschmutzung bei Messungen, die das Baselbieter Amt für Lebensmitteilsicherheit und Veterinärwesen im Auftrag der Stadt Liestal durchführt.

Für die betroffene Bevölkerung hat der Baselbieter eine Hotline mit der Nummer 0800 800 112 eingerichtet. Am Freitagabend begannen die Brunnenmeister mit der Chlorung des Trinkwasser, um die mikrobiellen Verunreinigungen zu beheben. Die Bevölkerung müsse sich darauf einstellen, dass vor dem kommenden Donnerstag keine Entwarnung gegeben werden könne.

Trinkwasser weiterhin abkochen

Babynahrung soll nach Angaben der Behörden möglichst nur mit Mineralwasser zubereitetet werden. Lebensmittel wie Salat und Gemüse, die roh verzehrt werden, sollten nur mit abgekochtem Wasser abgespült werden. Die Verwendung von Wasser für die persönliche Körperhygiene wie etwa duschen sei dagegen kein Problem, heisst es weiter. Besitzer von Aquarien sollten vorerst keine Wasserwechsel vornehmen.

Aktueller Stand: Die Säuberung des Trinkwassers ist im Gange.

Über 30 Proben wurden in den letzten 24 Stunden durch das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (ALV) bei Pumpwerken, Trinkwasser-Netzen und Laufbrunnen in den betroffenen Gebieten genommen. Diese haben weiterhin zu hohe Werte an Kolibakterien ergeben.

Dies führt dazu, dass die Brunnenmeister weiterhin Chlorungen vornehmen und auch die Chlordosis erhöhen. Die erhöhte Dosis kann geschmacklich wahrnehmbar sein. Dass Chlor dient der Säuberung der Leitungen und ist gesundheitlich unbedenklich.

In regelmässigen Abständen werden weiterhin Proben genommen, um so rasch als möglich die Wirkung der Chlorung festzustellen.

Auf Empfehlung seitens Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen werden die Brunnen zwecks Reinigung mit Chlor weiterhin in Betrieb sein

Das Wasser muss weiterhin zwingend über 3 Minuten abgekocht werden!

noe

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt