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Baselbiet wird von Laden- und Velodieben geplagt

Die Diebstähle in Läden und die Fahrraddiebstähle haben im Baselbiet markant zugenommen. Rückläufig sind weiterhin die Einbruchdiebstähle und die Verkehrsunfälle.

Daniel Wahl
23 Prozent mehr Velodiebe unterwegs: Insgesamt kamen 2019 im Baselbiet 1778 Fahrräder weg. Foto: Pino Covino
23 Prozent mehr Velodiebe unterwegs: Insgesamt kamen 2019 im Baselbiet 1778 Fahrräder weg. Foto: Pino Covino

Nachdem die Eidgenossenschaft und auch Basel-Stadt ihre Zahlen zu den Verkehrsunfällen und der Kriminalitätsrate bekannt gegeben hat, publiziert heute Donnerstag auch das Baselbiet seine Zahlen. Das Erfreuliche vorweg: Der früher von Einbrüchen schwer geplagte Land- und Grenzkanton erfährt wiederum eine Entlastung. Die Anzahl Einbrüche gingen 13 Prozent zurück, um 136 Fälle und liegt absolut bei 874 Einbrüchen.

«Seit dem Jahr 2014 gelang es, die Einbruchsdelikte weit mehr als zu halbieren und sie im Berichtsjahr sogar deutlich unter die 1000er-Marke zu drücken», freut sich Kommandant Marc Burkhard. Das vom früheren Polizeidirektor ins Leben gerufene Bekämpfungsprogramm mit dem polizeilichen Einbruchsdiagnosetool «Pre-Coop»zeigt also Erfolg.

Ein Volk von Dieben

Wenig erfreulich ist hingegen die starke Zunahme von bei den Ladendiebstählen um 26 Prozent auf absolut 350 Vorkommnisse sowie die Fahrraddiebstählen um 23 Prozent auf 1'778.

Insgesamt ist das Baselbiet doch «krimineller» geworden. Die Anzahl polizeilich erfasster Straftaten hat 2019 im Kanton Basel-Landschaft im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent zugenommen. Es entspricht 724 Fällen und macht ein Total von 11'594 Straftaten. Im Vorjahr es waren 10’870 Straftaten. Die Kriminalitätshäufigkeit, beziehungsweise die Belastung hat sich entsprechend erhöht, wie die Polizei schreibt. Doch mit 36 Straftaten pro 1000 Einwohnern liege man weiterhin deutlich unter dem Landesdurchschnitt, der bei 51 pro Tausend liegt. Gewaltstraftaten nahmen um nochmals sechs Prozent zu; im Vorjahr 2o18 verzeichnete man ein Plus von 15 Prozent, wobei die Zunahme hauptsächlich auf minderschwere Delikte wie Tätlichkeit und Nötigung zurückzuführen war.

Schlagen und Drohen: Vor allem die Delikte im Bereich Tätlichkeiten haben zugenommen.
Schlagen und Drohen: Vor allem die Delikte im Bereich Tätlichkeiten haben zugenommen.

Die Aufklärungsrate ist dabei gegenüber Vorjahr um ein Prozent zurückgegangen und liegt bei 38 Prozent. Gut 72 Prozent der Delikte betreffen das Vermögen - der überwiegende Teil durch Diebstähle.

Weniger Verkehrsunfälle

2019 wurden im Baselbiet 1030 Verkehrsunfälle polizeilich registriert, 70 Ver-kehrsunfälle weniger als im Vorjahr, was einem Rückgang von sechs Prozent entspricht. Die Gesamtzahl der Verunfallten nahm gegenüber dem Vorjahr um 52 auf 559 Personen ab. Das sind neun Prozent weniger. Sowohl bei den Leichtverletzten (-7 Prozent) als auch bei den Schwerverletzten (-23 Prozent) wurde eine Abnahme verzeichnet. Wie in den Vorjahren verloren fünf Personen bei Verkehrsunfällen ihr Leben.

Die meisten Verkehrsunfälle (64 Prozent) ereignen sich innerorts, 19 Prozent auf den Autobahnen und 17 Prozent auf den übrigen Ausserortsstrecken. Einzig ausserorts wurde eine leichte Zunahme der Verkehrsunfälle um sieben Prozent registriert. Hauptunfalltypen waren mit 316 Fällen (31 Prozent) die Schleuder- und Selbstunfälle, gefolgt von den Einbiege- und Abbiegeunfällen mit gesamthaft 239 Fällen (23 Prozent) sowie den Auffahrunfällen mit 207 Fällen (20 Prozent).

Verkehrsunfälle nach Unfalltypen: Schleuder- und Selbstunfälle sind die häufigsten Vorkommnisse.
Verkehrsunfälle nach Unfalltypen: Schleuder- und Selbstunfälle sind die häufigsten Vorkommnisse.

Die Polizei will im laufenden Jahr ihren Fokus durch Prävention und Repression auf die häufigsten Unfallursachen richten: auf Unaufmerksamkeit, Alkohol und Drogen am Steuer und die Missachtung von Vortritts-, Abstands- und Geschwindigkeitsregeln. Im Speziellen wurde eine Präventionskampagne zum Thema E-Bikes angekündigt.

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