Gelterkinder Antennengegner schlagen ein letztes Mal zu

Ein neues Plakat an der Rickenbacherstrasse spielt mit dem Spitznamen des Hausbesitzer-Sohnes.

Das neue Plakat an der Rickenbacherstrasse.

Das neue Plakat an der Rickenbacherstrasse.

(Bild: Antennenverein)

Eigentlich ist die Sache ja entschieden. Der Verlängerungsvertrag zwischen der Sunrise und dem Gelterkinder Hans «Johnson» Buess – beziehungsweise dessen Sohn Jürg Buess als Handlungsbevollmächtigtem für den 94-jährigen Vater – über die Antenne auf der Liegenschaft an der Rickenbacherstrasse in Gelterkinden ist unterzeichnet. Die umstrittene Antenne bleibt auf dem Haus Nummer 11, und Familie Buess erhält weiterhin Entschädigungszahlungen.

Schon das vierte Plakat

Doch der Antennenverein Gelterkinden, der seit Jahren den Widerstand gegen die Installation organisiert, scheint trotz allem nicht zu resignieren. Nach drei Plakaten mit den Slogans «Diese Antenne wollen wir nicht!», «Wir vertrauen auf das Versprechen» und «Antenne Riba11: Der Countdown läuft» steht seit ­dieser Woche ein neues, viertes Plakat in der Rickenbacherstrasse. Darauf steht auf schwarzem Grund folgender Text: «Wortbruch! … und einer lacht sich ins Füschtli.»

Damit zielen die Antennengegner auf den Sohn und Handlungsbevollmächtigten von Hans Buess. «Füschtli» ist nämlich der in Gelterkinden bestens bekannte Spitzname von Jürg Buess.

«Das musste noch sein»

Vater Buess hatte sich seinerzeit nach Abschluss des Antennenvertrags reuig gezeigt und diesen vor sechs Jahren auf den frühestmöglichen Zeitpunkt, den 30. April 2019, gekündigt. Sohn Jürg Buess aber hat ihn diesen Frühling – mit dem Willen des Vaters, wie er betont – erneuert. Sein Vater sei damals «von der Hysterie regelrecht eingeschüchtert und von den Gegnern in die Zange genommen worden», machte Jürg Buess gegenüber der BaZ geltend. Er habe zwar Verständnis für die Anliegen der Nachbarn, doch er vertraue darauf, dass die Gesetzgebung mit den Grenzwerten sicherstellt, dass keine Menschen zu Schaden kommen. Die Antennengegner sahen in diesem Vorgehen freilich einen Wortbruch.

Mit dem Plakat will es der Antennenverein nun aber bewenden lassen, wie Mitglied Anne Günther erklärt. «Mehr braucht es nicht mehr. Aber das musste noch sein.» Der Verein werde sich künftig «in einer grösseren Dimension engagieren», so Günther. Damit dürfte unter anderem der Widerstand gegen 5G-Antennen gemeint sein.

Basler Zeitung

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