«Die Baselbieter Regierung wird diverser»

Die neue Baselbieter Regierungsrätin Kathrin Schweizer (SP) will die soziale Stimme des Baselbiets werden.

Kathrin Schweizer nimmt Stellung nach ihrer Wahl in die Regierung.
Joël Hoffmann

Frau Schweizer, sie sind die erste SP-Frau in der Regierung. Wie wichtig ist das für das Baselbiet?
Es ist wichtig für das Baselbiet, dass die Frauen adäquat vertreten sind in der Regierung. Wir haben im letzten Jahr 50 Jahre Frauenstimmrecht gefeiert. Ich bin erst die vierte Frau in der Regierung überhaupt. Es freut mich sehr, dass auch von der SP nun einmal eine Regierungsrätin dabei ist. Das ist eine von vielen Aspekten, die ich habe. Ich habe mich in den letzten Monaten klar positioniert im Wahlkampf.

Sie haben im Wahlkampf gesagt, es braucht eine soziale Stimme im Baselbiet. Sie haben auf die Sparpolitik der Bürgerlichen verwiesen. Es gibt jedoch weiterhin eine bürgerliche Regierung im Baselbiet. Was wird sich ändern?
Die Baselbieter Regierung wird diverser. Es fehlt bisher die soziale Stimme, die kann ich jetzt einbringen. Ich habe meinen Rucksack, meine Werte und kann das in meinen Argumenten einbringen und das wird dann zusammen mit den Positionen von meinen Kolleginnen und Kollegen hoffentlich tragfähige Lösungen geben. Die besten Lösungen für das Baselbiet und das muss schlussendlich das Ziel sein.

Gibt es ein Kernanliegen?
Es sind die Themen, die ich im Wahlkampf immer kommuniziert habe. Es geht um die soziale Stimme. Es geht darum, dass wir den sozialen Ausgleich haben, dass wir ein fortschrittlicheres Baselbiet haben und auch ein Baselbiet, das in Partnerschaft mit den Nachbarkantonen auftritt und das den Gemeinden gegenüber auf Augenhöhe begegnet.

Sie haben ein ganz starkes Resultat gemacht für jemand der neu in die Regierung kommt. Warum?
Wir haben einen sehr engagierten Wahlkampf gemacht. Einen langen Wahlkampf. Ich denke, das hat seine Wirkung gezeigt. Es war klar, es sind Gesamterneuerungswahlen, die Karten werden neu gemischelt. Und nun ist es so herausgekommen. Das freut mich sehr.

Mögen sie noch?
Ich habe bis zum Schluss durchgehalten. Es war sehr motivierend. Die vielen Begegnungen mit den Leuten und der Zuspruch, den ich erhalten habe, gaben mir Energie.

Monica Gschwind und Thomas Weber haben schlechter abgeschnitten als Sie. Warum?
Das ist schwer zu analysieren zu diesem Zeitpunkt. Ich habe die definitiven Resultate noch nicht gesehen. Es ist klar, dass wir sehr aktiv und engagiert waren. Das war die Korrektur, die es gegeben hat mit meiner Wahl.

Basler Zeitung

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