Unispital mit weiter steigenden Patientenzahlen

Das Universitätsspital Basel hat 2014 bei den Patientenzahlen erneut zulegen können.

Erstmals hat das Universitätsspital Basel (USB) im vergangenen Jahr ein Umsatz von mehr als einer Milliarde Franken erzielt. Der Jahresgewinn stieg von 11 auf 14,5 Millionen Franken.

USB-Verwaltungsratspräsident Michel Plüss freute sich am Dienstag über ein «sehr erfreuliches» Jahr. In Bezug auf die Patientenzahl sei es gar fulminant gewesen, sagte er vor den Medien. So wurde bei den stationären Fällen eine Zunahme um 4,7 Prozent auf 34'673 Fälle verzeichnet. Daraus resultierte ein Umsatz von 558,3 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es 5,5 Prozent weniger gewesen.

Im ambulanten Bereich, in dem die verrechneten Tarmed-Taxpunkte um 7,7 Prozent auf 133,2 Millionen anstiegen, belief sich der Umsatz auf 210,1 Millionen Franken. Das sind 5,9 Prozent mehr als 2013.

Nur noch die Hälfte aus Basel-Stadt

Im stationären Bereich haben immer mehr Patientinnen und Patienten ihren Wohnsitz ausserhalb des Kantons Basel-Stadt. Ihr Anteil stieg letztes Jahr von 47,7 auf 49,3 Prozent. Besonders hoch war die Wachstumsrate 2014 mit 10,7 Prozent bei den Patienten aus Baselland. Damit vergrösserte sich ihr Anteil von 24,3 auf 25,7 Prozent.

Weiter rückläufig war im vergangen Jahr die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patientinnen und Patienten: Sie verringerte sich von 6,7 auf 6,4 Tage. Damit hat das USB einen Vorsprung auf den Fallpauschalen-Katalog, der höchstens 6,7 Tage zulässt.

Mehr Personal

Der Gesamtumsatz des USB liegt mit 1,017 Milliarden Fr. um 4,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Vom Betriebsaufwand von 947,2 Millionen Fr. macht der Personalaufwand 64 Prozent aus. Die Zahl der Vollzeitstellen im Spitalbetrieb wuchs um 4,4 Prozent auf 4652, jene der Mitarbeitenden um 6,3 Prozent auf 5725.

Beim Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda musste das USB einen Rückgang um 10,1 Prozent auf 61,52 Millionen Fr. verbuchen. Zurückzuführen ist das laut Spitaldirektor Werner Kübler auf Tarifsenkungen sowie tiefere Beiträge von Basel-Stadt an gemeinwirtschaftliche Leistungen. Die Zahlungen des Kantons Basel-Stadt ans USB sanken letztes Jahr weiter um 0,5 Prozent auf noch 171,8 Millionen Franken.

Im laufenden Jahr will das USB seine Effizienz weiter steigern. Nötig ist das, weil allein Anpassungen im DRG-Fallpauschalen-System und bei Tarmed zu Einnahmenausfällen von 13 Millionen Fr. führen. Zudem kürzt der Kanton Basel-Stadt die gemeinwirtschaftlichen Leistungen um 17 Millionen Fr., weshalb das USB auch die Basispreise erhöhen will.

Für 2015 gehen die USB-Verantwortlichen von schwarzen Zahlen aus. Der Gewinn soll jedoch tiefer ausfallen als 2014. Dank den 14,5 Millionen Fr., die im vergangenen Jahr unter dem Strich geblieben sind, steigt das Eigenkapital auf 523,7 Millionen Franken. Damit sieht sich das USB für die bevorstehenden grossen Infrastrukturprojekte finanziell gut ausgestattet.

amu/sda

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