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Immer mehr ambulante Fälle im Uni-Kinderspital

Das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: 2012 blieb unter dem Strick ein Gewinn von 1,1 Millionen Franken.

Im stationären Bereich ging die Patientenzahl leicht zurück, dafür nahmen die ambulanten Behandlungen deutlich zu. Diese Entwicklung ist durchaus erwünscht: «Kinder sollen nur dann stationär behandelt werden, wenn es absolut nötig ist», sagte Conrad Müller, Vorsitzender der UKBB-Geschäftsleitung, am Mittwoch vor den Medien.

Bei den stationären Patienten verzeichnete das UKBB letztes Jahr einen Rückgang um 1,5 Prozent auf 6272. Obwohl laut Müller immer mehr komplizierte Fälle zu behandeln sind, sank die Zahl der Pflegetage um 3,4 Prozent auf 37'206. Der durchschnittliche Spitalaufenthalt verkürzte sich um 2 Prozent auf 5,93 Tage, und die Bettenauslastung ging um 1,7 Prozent auf 92,1 Prozent zurück.

Bei den ambulanten Patienten verzeichnete das UKBB dagegen eine Zunahme um 4,1 Prozent auf 48'279. In der Tagesklinik blieb die Zahl der Patienten mit 2061 praktisch stabil.

Über 30'000 Notfälle

Die Besuche auf der Notfallstation nahmen um 4,2 Prozent auf 30'422 zu. Elf Prozent dieser Kinder und Jugendlichen mussten mussten im UKBB bleiben. Insgesamt erfolgen 61,2 Prozent der stationären Aufnahmen über die Notfallaufnahme.

Aufwand und Ertrag haben letztes Jahr um je 1 Prozent auf 119,2 respektive 118,5 Prozent zugenommen. Die Zahl der Vollzeitstellen wurde um 5 Prozent auf 596 erhöht. Bei einem Betriebsergebnis von 800'000 Fr. erzielte das UKBB ein Unternehmensergebnis von 1,08 Millionen Franken.

Stärken konnte das UKBB seit seinem Umzug in den Neubau im Jahr 2011 seine Leistungen in Lehre und Forschung, wie der Ärztliche Direktor Urs Frey darlegte. So konnten neue Forschungsgruppen aufgebaut und deutlich mehr Drittmittel akquiriert werden. Eine Zunahme gab es auch bei den Publikationen.

Höhere Patientenzufriedenheit

Verbessern konnte sich das UKBB auch bei der Zufriedenheit der Eltern. So gaben 75 Prozent von ihnen dem Kinderspital eine gute Note. Im Vorjahr waren es erst 63,5 Prozent gewesen. Als erstes Kinderkrankenhaus ausserhalb Deutschlands erhielt das UKBB überdies das deutsche Gütesiegel «Ausgezeichnet. Für Kinder».

Noch nicht am Ziel ist das UKBB bei der Finanzierung seiner Leistungen. Das Problem besteht laut Verwaltungsratspräsident Manfred Manser darin, dass in universitären Kinderkliniken die Kosten 20 bis 30 Prozent höher sind als in Erwachsenenspitälern, was ein Teil der Krankenversicherer aber nicht mit einem höheren Basispreis abgelten will.

SDA/amu

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