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Helden des Alltags

Der Sender 3+ zeigt Einblicke in die Arbeit der Basler Feuerwehr, Sanität und Polizei.

Tayfun Kaya und Dorothea Allotey-Annan im Einsatz.
Tayfun Kaya und Dorothea Allotey-Annan im Einsatz.
Screenshot 3+

Schnell ist es passiert, und die Normalität des Alltags zersplittert wie ein dünnes Glas, das zu Boden fällt. Aus einem Haus im Kleinbasel, in dem eben noch Menschen sorglos ein- und ausgingen, dringt plötzlich dunkler Qualm. In den Langen Erlen liegt blutend ein Bub auf dem Asphalt.

An der Gundeldingerstrasse ist ein Mann aus dem zweiten Stock auf den Vorplatz gestürzt. An der Beinwilerstrasse wird ein Mann seit drei Tagen vermisst. In der Nähe des Kannenfeldplatzes hat ein Jugendlicher jemanden mit einem Messer bedroht und ist geflüchtet. Jemand wählt die Notrufnummer. Dann blitzt Blaulicht auf, und es heulen die Sirenen.

«Nie ungefährlich»

Der TV-Sender 3+ hat am Donnerstagabend in einer neuen Folge seiner Staffel «Notruf – Retter im Einsatz» den Alltag von Mitarbeitern der Basler Berufsfeuerwehr, der Sanität und der Kantonspolizei dokumentiert.

Die Einsätze sind echt, die Beteiligten keine Statisten. Hinter den Uniformen werden Menschen sichtbar, die mit grosser Professionalität und menschlicher Anteilnahme Not lindern und Sicherheit schaffen, wenn man sie zu Hilfe ruft.

Silvio Richner ist Feuerwehr-Korporal. Mit seiner Equipe rückt er zum Brand im Mehrfamilienhaus im Kleinbasel aus. Eine Küche steht in Flammen. Die Hitze hat die Fensterscheibe platzen lassen, Rauch steigt in den Himmel.

Richner sagt: «Solche Einsätze sind nie ungefährlich. Immer lauert irgendwo eine grosse Unbekannte.» Das Team hat das Feuer schnell unter Kontrolle. Verletzte sind keine zu beklagen. Richner konstatiert: «Die Motivation als Feuerwehrmann besteht darin, Schlimmeres zu verhindern.»

Pascal Frank und Fabienne Sütterlin sind Sanitäter. In den Langen Erlen treffen sie auf einen Achtjährigen, der mit seinem Velo gestürzt ist. Sein Vater steht daneben; er hat sein T-Shirt ausgezogen und dem Sohn um den Kopf gebunden, um die Blutung zu stoppen.

Die Sanitäter tragen den Knaben in die Ambulanz. Pascal Frank drückt ihm einen kleinen Plüschbären in die Hand: «Für dich, der Bär bringt Glück!» Die Fahrt geht ins Kinderspital. Pascal Frank sagt: «Für mich sind Einsätze mit Kindern immer mit besonderen Emotionen verbunden. Ich bin selber Vater.»

An der Gundeldingerstrasse präsentiert sich ihnen die Lage dramatischer. Der Mann, der aus mehreren Metern Höhe hinuntergestürzt ist, ist bei Bewusstsein und schreit vor Schmerzen.

Fabienne Sütterlin sagt: «Wir haben uns schon auf der Anfahrt aufs Schlimmste vorbereitet.» Zusammen mit einem Notarzt stabilisieren sie den Verunfallten und bringen ihn ins Kantonsspital. Trotz schwerster Verletzungen hat der Mann überlebt.

Dorothea Allotey-Annan und Tayfun Kaya arbeiten bei der Kantonspolizei. An der Beinwilerstrasse werden sie Zeugen eines menschlichen Dramas. Der Briefkasten des vermissten Mannes quillt über vor Post. Dorothea Allotey-Annan sagt: «In einem solchen Fall geht man davon aus, dass dem Mann etwas passiert ist.»

Das Duo findet den Vermissten tot in seiner Wohnung. Tayfun Kaya sagt: «Man kann sich nie an das Gefühl gewöhnen, wenn man einen Toten sieht. Ich versuche, so professionell wie möglich zu reagieren.»

«Auf den Boden legen!»

Stunden später dirigiert die Zentrale die Beiden zum Kannenfeldplatz. Mithilfe von Passanten finden sie den gesuchten Jugendlichen schnell.

Tayfun Kaya zieht seine Waffe und befiehlt: «Polizei! Hände zeigen! Auf den Boden legen!» Der junge Mann murmelt: «Hey, chill mal», und lässt sich bereitwillig festnehmen.

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