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Überraschung im Allschwiler Gemeinderat

Das langjährige Mitglied Thomas Pfaff zieht weg und verlässt das Gremium bereits Ende Oktober.

Thomas Pfaff (rechts), hier bei einer Petitionsübergabe, sass über zehn Jahre im Allschwiler Gemeinderat. Bild: Dominik Plüss
Thomas Pfaff (rechts), hier bei einer Petitionsübergabe, sass über zehn Jahre im Allschwiler Gemeinderat. Bild: Dominik Plüss

Die Sitzung des Allschwiler Einwohnerrats am Mittwochabend begann mit einer Überraschung: Thomas Pfaff, seit 2008 als Vertreter der SP Mitglied der Allschwiler Exekutive, teilte mit, dass er Ende Oktober ins Berner Oberland ­ziehen und deshalb auf diesen Zeitpunkt aus dem Gemeinderat zurücktreten werde. Der Gemeinderat hat ebenfalls am Mittwoch vom Rücktritt erfahren. Er habe beide Gremien zeitnah informieren wollen, sagte Pfaff gegenüber der BaZ. Der Entscheid, Allschwil zu verlassen, sei nicht kurzfristig gefallen.

Er sei sich bewusst, dass ein Rücktritt so kurz vor Ende der Legislaturperiode «nicht sexy» sei, sagte Pfaff gegenüber dem Einwohnerrat. Wie es mit der Vakanz weitergeht, ist noch nicht geklärt. Würde möglichst schnell eine Ersatzwahl vorgenommen, so hätte dies zur Folge, dass sich der oder die Neue bereits im Februar im Rahmen der Gesamterneuerungswahlen erneut einer Wahl stellen müsste.

Prominenter Interessent

Mit dem Landrat und langjährigen Einwohnerrat Andreas Bammatter bekundet ein politisches Schwergewicht Interesse am Gemeinderatsamt. Der SP-Mann, der für den Nationalrat kandidiert, will aber zunächst die Eidgenössischen Wahlen am Sonntag abwarten, bevor er sich zu einer Kandidatur für den Gemeinderat äussert.

Für die verbleibenden Gemeinderatsmitglieder bedeutet der Rücktritt mehr Arbeit, insbesondere für den Stellvertreter. Mit den Ressorts Steuern, Schulen sowie Kinder- und Erwachsenenschutz gehört Pfaffs Zuständigkeitsbereich zu jenen, in denen besonders viel läuft.

Spielplatzstrategie gefordert

Dazu kommt die zusätzliche Arbeit, die der Einwohnerrat dem Gemeinderat respektive der Verwaltung bescherte, indem er – gegen den Willen der Exekutive – mehrere Postulate überwies. Vergeblich hatte der Gemeinderat damit argumentiert, dass er in der jeweiligen Angelegenheit bereits aktiv sei und das Postulat eigentlich überflüssig sei.

Überwiesen hat der Einwohnerrat mit 24 Ja- gegen 7 Neinstimmen ein Postulat von Andreas Lavicka und Etienne Winter (beide SP), das den Gemeinderat darum bittet, gestützt auf das Freiraumkonzept eine Spielplatzstrategie samt Umsetzungsplanung vorzulegen.

Gemeindemediathek erwünscht

Noch klarer war das Resultat bei der Überweisung eines Postulats von Ueli Keller (EVP/GLP/Grüne), das den Gemeinderat dazu verpflichtet, zu prüfen und zu berichten, wie auch Allschwil auf der Basis einer partizipativen und veränderungsfähigen Planung und Gestaltung zu kindgerechten und nutzerfreundlichen Bildungsbauten kommen kann.

Ebenfalls prüfen und darüber berichten muss der Gemeinderat, ob in Zusammenarbeit mit einem Drittanbieter eine Gemeindemediathek betrieben werden kann. Der Entscheid für die Überweisung fiel mit 13 Ja gegen 12 Nein denkbar knapp aus. Die Gegner der Überweisung hatten ins Feld geführt, dass Allschwil mit dem Angebot der GGG gut fahre.

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