Sommaruga und die Heimatlosen

Muttenz

Bundesrätin Simonetta Sommaruga sprach zum Nationalfeiertag in Muttenz über Heimat. Dabei rief sie zu mehr Hilfe für Flüchtlinge auf.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga spricht an der Bundesfeier in Muttenz.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga spricht an der Bundesfeier in Muttenz.

(Bild: Twitter/Guido Balmer)

Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat in ihrer Rede zum Nationalfeiertag über die Heimat gesprochen. Aber nicht nur über die Schweiz als Heimat, sondern vor allem darüber, wie in Europa mit Heimatlosen umgegangen wird.

«Mir scheint, rings um unser Land hat eine Art Wettbewerb eingesetzt», sagte Simonetta Sommaruga gemäss Redetext zur Bevölkerung in Muttenz BL. Es erscheine ihr wie ein Ringen darum, wer sich noch abweisender über Flüchtlinge äussere und wer noch härtere Massnahmen vorschlage, um Menschen daran zu hindern, nach Europa zu gelangen. Dabei seien von den 68 Millionen Menschen, die derzeit auf der Flucht seien, fünf von sechs nicht in Europa. 85 Prozent hielten sich in den ärmsten Ländern der Welt auf. «Um sie sollten wir uns kümmern», hielt Sommaruga fest. Ebenso um die Menschen etwa in Jordanien und Äthiopien, die selber wenig hätten und ihr «rares Wasser und ihre trockene Erde» auch noch mit den Flüchtlingen teilen müssten.

«Wenn wir aufhören, uns berühren zu lassen vom Schicksal von Menschen, die auf der Flucht sind, dann verlieren wir selber etwas von unserer Menschlichkeit», hielt die Justizministerin fest. Menschen könnten einander überall eine Heimat geben, diese sei an keinen Ort gebunden.

Im Bundesasylzentrum Feldreben in Muttenz etwa habe die Bevölkerung es zugelassen, dass Flüchtlinge zum Teil ihres Städtchens geworden seien. Sie würden ihnen eine Heimat geben, auch wenn es nur eine vorübergehende sei.

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