Namen für Biber gesucht

Münchenstein

Wie soll das Nager-Pärchen in der Grün 80 heissen?

Bobby, Rosa oder Nagi? Herr und Frau Biber sind aus dem Elsass eingewandert.

Bobby, Rosa oder Nagi? Herr und Frau Biber sind aus dem Elsass eingewandert.

(Bild: Pro Natura BL/Toni Dürrenberger)

Vor zwei Jahren fanden Herr und Frau Biber den Weg vom Elsass in die naturnahen Gewässer in der Grün 80 in Münchenstein. Lange ist es her, dass ihre Vorfahren vor den Schweizern geflüchtet waren. Menschen bauten damals an ihren lauschigen und grünen Ufereckchen eine Strasse und kanalisierten ihr geliebtes nasses Heim. Dessen nicht genug: Der Biber wurde aufgrund seines dichten Fells und seines Drüsensekrets, das als Wundermedizin galt, gejagt. Vor 200 Jahren waren die Biber in der Schweiz ausgerottet und blieben es bis 1958. Jetzt sind die Biber in der Schweiz wieder willkommen. Im Park im Grünen hat sich ein Paar angesiedelt. Die BaZ sucht für Herr und Frau Biber je einen Namen.

Am liebsten paddeln die beiden Nager im hinteren kleinen Weiher. Dort hält die Natur die saftigsten Äste und Blätter für sie bereit. Den grossen Weiher mag Herr Biber nicht. Dort liegen weder Bäume noch Geäst herum, der Boden ist zugepflastert und nicht einmal an den Baumstämmen darf man nagen. Die Biberfrau mag dort jedoch die rosaroten Uferblumen besonders, weshalb sie im Sommer gerne mal einen kleinen Abstecher zu den Menschen macht und Herr Biber sie begleiten muss – denn die beiden bleiben sich schliesslich ein Leben lang treu. Doch zwischen den Blumen kann Biberfrau nicht in Ruhe fressen – ständig beäugen sie die Menschen von allen Seiten.

Heim wird schön eingerichtet

Eine Burg im Biberland Grün 80 haben die beiden noch nicht gebaut – weder im kleinen Weiher noch im Fluss nebenan. Wahrscheinlich freut das den Gärtner des Parks – denn die grosse, grüne Wiese mit den schönen Blumen, die er besonders sorgfältig pflegt, haben die beiden noch nicht mit einem Damm überschwemmt.

Stattdessen wohnt die Biberfamilie in einer dunklen Höhle unter der Erde. Nur dem Taucher ist es möglich, den versteckten Eingang zur gemütlichen Biberstube aufspüren. Dieser befindet sich nämlich weit unter Wasser, damit die grossen Nager beim täglichen Schläfchen nicht vom Fuchs oder anderen Jägern gestört werden.

Sobald es zu dämmern beginnt, kriechen Herr und Frau Biber aus ihrem Erdloch heraus und nagen mit ihren orangen und eisenharten Zähnchen an Sträuchern und Weiden. Bis zu drei oder vier Kilogramm Rinde landen jeden Tag im Magen eines Tiers. Als Dessert werden dann die Knospen und zarten Äste von Weiden verspeist, die zuvor in mühseliger Arbeit gefällt worden sind. In der Nacht frisst die Biberfamilie aber nicht nur kiloweise Holz, sondern richtet pflichtbewusst das eigene Heim ein. Frau Biber ist dabei nie zufrieden, ständig werkelt sie noch an etwas herum, verändert und vergrössert ihre Stube.

Zolli-Vertreter in der Jury

Und das zu Recht: Ende Dezember beginnt die Paarungszeit der Nagers. Im Bau soll für den kleinen Baby-Biber schliesslich genügend Platz zur Verfügung stehen. Da die kleine Fellkugel ohne die Hilfe der Eltern nicht tauchen und daher leichte Beute von Füchsen oder anderen Räubern werden kann, müssen die Eltern besonders gut auf den Kleinen aufpassen.

Die Leserinnen und Leser der BaZ haben nun die Möglichkeit, Herr und Frau Biber jeweils einen Namen zu geben. Senden Sie Ihre Namensvorschläge in einer E-Mail an die Adresse gewinnen@baz.ch. Die besten und originellsten Namen werden von Vertretern des Zoologischen Gartens Basel und der BaZ auserkoren. Der Gewinner erhält einen Sack Biberli.

Basler Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt