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Manipulation an Gasleitung führte zu Explosion

Nicht eine technische Ursache hat zur Explosion eines Hauses in Pratteln geführt. Ein Mann, der nicht mehr leben wollte, riss beinahe sieben weitere Menschen in den Tod.

amu
Bagger und Umzugslaster: Das Mehrfamilienhaus im Längi-Quartier wenige Tage nach der Explosion.
Bagger und Umzugslaster: Das Mehrfamilienhaus im Längi-Quartier wenige Tage nach der Explosion.
Joël Gernet
Die Spuren der Explosion waren auch mehrere Tage danach nicht zu übersehen.
Die Spuren der Explosion waren auch mehrere Tage danach nicht zu übersehen.
Joël Gernet
Trümmerfeld: Der Blick aus dem benachbarten Hochhaus.
Trümmerfeld: Der Blick aus dem benachbarten Hochhaus.
Polizei BL
Drei Etagen des Vierstöckigen Wohnhauses wurden arg in Mitleidenschaft gezogen. Irgendwo steht noch ein Aquarium zwischen den Trümmern – es wird durch einen Generatoren mit Strom versorgt.
Drei Etagen des Vierstöckigen Wohnhauses wurden arg in Mitleidenschaft gezogen. Irgendwo steht noch ein Aquarium zwischen den Trümmern – es wird durch einen Generatoren mit Strom versorgt.
Joël Gernet
Explosionsspuren: Die Fassaden einiger Nachbarhäuser sahen aus, als hätten sie Granatensplitter abbekommen.
Explosionsspuren: Die Fassaden einiger Nachbarhäuser sahen aus, als hätten sie Granatensplitter abbekommen.
Joël Gernet
Unfreiwilliger Auszug: Das Hab und Gut der Bewohner wurde in Umzugswagen abtransportiert.
Unfreiwilliger Auszug: Das Hab und Gut der Bewohner wurde in Umzugswagen abtransportiert.
Joël Gernet
Acht Menschen kamen unter diesen Trümmern zu Schaden. Vier der Opfer wurden schwer verletzt und mussten zum Teil mit einem Rega-Helikopter transportiert werden.
Acht Menschen kamen unter diesen Trümmern zu Schaden. Vier der Opfer wurden schwer verletzt und mussten zum Teil mit einem Rega-Helikopter transportiert werden.
Joël Gernet
Verbarrikadierte Fensterfront: Viele Scheiben des Nachbarhauses zerbarsten bei der Explosion.
Verbarrikadierte Fensterfront: Viele Scheiben des Nachbarhauses zerbarsten bei der Explosion.
Joël Gernet
Scherben säumten die Wege entlang des Hochhauses.
Scherben säumten die Wege entlang des Hochhauses.
Joël Gernet
Die Gasexplosion wurde durch eine fahrlässige oder gar vorsätzliche Manipulation eines Bewohners herbeigeführt.
Die Gasexplosion wurde durch eine fahrlässige oder gar vorsätzliche Manipulation eines Bewohners herbeigeführt.
Joël Gernet
Geschockt: Hasan Karagöz und seine Familie waren zu Hause, als es geschah.
Geschockt: Hasan Karagöz und seine Familie waren zu Hause, als es geschah.
Tino Briner
Stumme Zeugen der Explosion: Eine Rosenblüte zwischen den Trümmern am Strassenrand.
Stumme Zeugen der Explosion: Eine Rosenblüte zwischen den Trümmern am Strassenrand.
Joël Gernet
Auch in der Nachbarschaft klirrten die Scheiben.
Auch in der Nachbarschaft klirrten die Scheiben.
Tino Briner
Die betroffenen Stockwerke wurden mit Pfeilern gestützt.
Die betroffenen Stockwerke wurden mit Pfeilern gestützt.
Tino Briner
Das Mehrfamilienhaus nach der Detonation.
Das Mehrfamilienhaus nach der Detonation.
Polizei BL
Die Sprengkraft der Gasexplosion war gewaltig. Der Rasen rings um das teilweise eingestürzte Gebäude war ein einziges Trümmerfeld.
Die Sprengkraft der Gasexplosion war gewaltig. Der Rasen rings um das teilweise eingestürzte Gebäude war ein einziges Trümmerfeld.
Polizei BL
Ein ganzer Flügel des Wohnhauses ist nach der Explosion eingestürzt.
Ein ganzer Flügel des Wohnhauses ist nach der Explosion eingestürzt.
Polizei BL
newspictures
Im Innern zeigte sich den Rettungskräften ein Bild der Zerstörung. Nach drei vermissten Personen wurde mit Hunden gesucht.
Im Innern zeigte sich den Rettungskräften ein Bild der Zerstörung. Nach drei vermissten Personen wurde mit Hunden gesucht.
newspictures
Der Krisenstab Baselland stand unter Druck – und grossem Medieninteresse.
Der Krisenstab Baselland stand unter Druck – und grossem Medieninteresse.
newspictures
Auf der anderen Seite des Gebäudes sieht es weniger schlimm aus. Doch die Trümmer am Boden lassen auf die grosse Wucht der Explosion schliessen.
Auf der anderen Seite des Gebäudes sieht es weniger schlimm aus. Doch die Trümmer am Boden lassen auf die grosse Wucht der Explosion schliessen.
newspictures
Trümmer liegen auch auf der Strasse verteilt.
Trümmer liegen auch auf der Strasse verteilt.
newspictures
Sanität, Feuerwehr, Polizei, Rega und der Zivilschutz standen im Einsatz.
Sanität, Feuerwehr, Polizei, Rega und der Zivilschutz standen im Einsatz.
newspictures
Auch die Rettungsflugwacht (Rega) landete vor Ort, um die Schwerverletzten ins Spital zu fliegen.
Auch die Rettungsflugwacht (Rega) landete vor Ort, um die Schwerverletzten ins Spital zu fliegen.
newspictures
Ein Feuerwehr-Grossaufgebot war vor Ort.
Ein Feuerwehr-Grossaufgebot war vor Ort.
newspictures
Die Polizei riegelte die Zufahrt zur Siedlung ab.
Die Polizei riegelte die Zufahrt zur Siedlung ab.
newspictures
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Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhauses in Pratteln vom 14. April 2012 hatte die Baselbieter Staatsanwaltschaft ein Expertengutachten in Auftrag gegeben. Die Sachverständigen stellten fest, dass die Gaszuleitungen der Liegenschaft dicht waren. Auch der Gasherd in der Unglückswohnung sowie dessen Zündsicherung hätten einwandfrei funktioniert. Ein technischer Defekt als Explosionsursache könne somit ausgeschlossen werden, teilte die Staatsanwaltschaft heute mit. Bereits vor rund einem Monat haben die Experten eine Sprengstoffdetonation als Ursache für die Explosion ausgeschlossen.

Bewusste Manipulation im Vordergrund

Die Staatsanwaltschaft geht nun davon aus, dass eine bewusste Manipulation am Gasherd zur Explosion geführt hat. Als mögliches Motiv komme ein gescheiterter Suizidversuch in Frage. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hat ein Strafverfahren gegen einen Bewohner der betroffenen Liegenschaft eröffnet. Nun werde geprüft, ob die Explosion fahrlässig oder vorsätzlich herbeigeführt wurde. Fahrlässigkeit könne gemäss Michael Lutz, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft, zum Beispiel dann vorliegen, wenn sich der Bewohner mit Gas hätte ersticken wollen, den Versuch dann aber abgebrochen habe und die Explosion dann aus Versehen ausgelöst habe.

Die Gasexplosion im Längi-Quartier hatte insgesamt acht Verletzte gefordert. Vier Personen mussten längere Spitalpflege in Anspruch nehmen. Der Gesundheitszustand eines Verletzten galt zudem lange als kritisch. Unter den Verletzten war auch der mutmassliche Verusacher der Explosion. Inzwischen befindet sich keines der Explosions-Opfer mehr in Spitalpflege.

Nach der Explosion standen 357 Personen von verschiedensten Rettungsorganisationen im Einsatz. Auch sechs Katastrophenhunde waren im Einsatz und orteten die Verletzten in den Trümmern. Die Gemeinde war mit einem Führungsstab präsent, der dafür sorgte, dass Kleider und Essen verteilt und die in der Umgebung geborstenen 200 Fenster geflickt wurden.

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