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Let’s Dance mit Feuer und Feinschliff

500 Kinder aus der Region waren im Wettkampffieber und tanzten kraftvoll über die Bühne. Die besten Gruppen messen sich am interkantonalen Wettbewerb.

Jasmin Haller

Sonnenstrahlen tanzen auf poliertem Autolack. Die Wagen werden von Männern in gelben Westen eingewiesen. Es herrscht Hochbetrieb auf dem Parkplatz der Sporthalle Stutz in Lausen. Gegen 500 junge Tänzerinnen und Tänzer – wobei die Tänzerinnen sichtlich überwiegen – aus Basel-Stadt und dem Baselbiet traten am Samstag an, um sich zu messen, in Gruppen, mit Choreografien, die in unzähligen Probestunden eingeübt und geschliffen wurden. Für diesen Tag nämlich, an dem der «School Dance Award 2020» ausgetragen wird, unter der Ägide der Schulämter beider Kantone. Dabei gibt es drei Kategorien: Primarstufe, Sek I und Sek II. Die fünf besten Gruppen werden am 21. März im Musical-Theater Basel auf der Bühne stehen, um sich mit tanzenden Teams aus anderen Kantonen zu messen.

500 Kids im Wettkampffieber, so etwas ergibt natürlich einen mächtigen Publikumsandrang, Verwandte, Lehrpersonen, Freundinnen, Freunde sind gekommen, um die Aktiven anzufeuern. Letztere tanzen sich vor der Halle warm, schliesslich müssen die Bewegungen nachher fliessen. Ihre Auftritte haben die meisten von ihnen im Rahmen von Freifächern erarbeitet, die Namen wie Sport, Tanz und Hip-Hop tragen. Die Spannung steigt, bereits haben sich 17 Gruppen aus der fünften und sechsten Primarklasse gemessen, gesiegt haben Dark Explosion aus dem St. Johann, FifTeen Souls aus Muttenz und die Tangoangels aus Biel-Benken. Nun sollen die 15 älteren Teams – es waren dann nur 14, denn die Kids aus Sissach konnte nicht antreten – die Bühne rocken.

Tanzprofis in der Jury

In der Halle steigt die Spannung, Publikum und Jury – sie besteht aus zwei Frauen und zwei Männern, ausgewiesenen Tanzprofis – haben Platz genommen. Über den Köpfen einer Zuschauergruppe schweben Gasballons, mit drei goldenen Grossbuchstaben: NBA. Wir werden bald herausfinden, was das bedeutet.

Es geht los, die Moderatorin Simone Merkli betritt die Bühne, begrüsst Regierungsrätin Monica Gschwind, die nun für das Grusswort ins Licht tritt, und Ständerätin Maya Graf, die auch anwesend ist. «Die Veranstaltung ist zeitgemäss aufgebaut, vermittelt Freude an der Bewegung und ermöglicht ein tolles Gemeinschaftserlebnis», sagt Gschwind. Recht hat sie, dies beweisen die nächsten anderthalb Stunden: Showtime vom Feinsten. Donnernde elektronische Beats, viele Varianten von Rap und Hip-Hop, aber auch Pop-Songs und sogar folkige Klänge (einmal ertönt tatsächlich die italienische Revolutionshymne «Bella Ciao») fliessen in die Drei-Minuten-Tonmischungen ein, welche die dynamischen Choreografien treiben.

Und die haben es in sich. Die Tornados aus Reigoldswil eröffnen die Konkurrenz, sie geben den Takt vor, zeigen, wie viel Feuer und Feinschliff in einer Choreografie stecken kann.

Hohes Niveau

Keine der Gruppen, die nun antreten, braucht sich zu verstecken. Da wirbelt der Underground Neon Club aus Binningen über die Bretter, die Humans United aus dem St. Johann zeigen eine erfrischende Verneigung vor dem old-school Hip-Hop, Sunshine aus Liestal strahlen im Rampenlicht, Radio Rhywälle vom Wasgenring inszenieren ein top-originelles Radioprogramm. Jetzt erfahren wir, was die Buchstaben NBA bedeuten: Now Boys Allowed, die Truppe aus Reinach hatte früher keine Boys in ihren Rängen und hiess No Boys Allowed. Jetzt tanzen sie sich an die Spitze. Auf Platz zwei landen Tsunami aus Reigoldswil, Rang drei geht an Humans United. In der Kategorie Sek II sind nur zwei Gruppen angetreten, dabei haben Wolkenbruch aus dem Gymnasium Kirschgarten gewonnen.

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