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Hang nach Gasleitungsexplosion instabil

Die Ende März in Reigoldswil geborstene Transit-Gasleitung muss verlegt werden: Laut einem Expertenbericht ist ein Hang nördlich des Dorfes instabil.

Gemeindepräsident Urs Casagrande (vorne), und die Landwirte Gottlieb und Jonas Wagner (rechts hinten) begutachteten das geborstene Gasrohr am Tag danach.
Gemeindepräsident Urs Casagrande (vorne), und die Landwirte Gottlieb und Jonas Wagner (rechts hinten) begutachteten das geborstene Gasrohr am Tag danach.
Pino Covino
Die Explosion hat am 30. März einen drei Meter tiefen und acht Meter langen Krater in die Erde gerissen.
Die Explosion hat am 30. März einen drei Meter tiefen und acht Meter langen Krater in die Erde gerissen.
Pino Covino
Die Gasleitung ist vermutlich aufgrund des «Hangschleichens» zerborsten.
Die Gasleitung ist vermutlich aufgrund des «Hangschleichens» zerborsten.
Pino Covino
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Dies teilte die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion am Dienstag mit. Nach einem alternativen Gebiet wird noch gesucht.

Mit einem lauten Knall war das 25 cm dicke Rohr, das im Gebiet Munimatt rund anderthalb Meter unter dem Boden verläuft, am späten Sonntagabend des 30. März geborsten. Dabei entstand ein rund drei Meter tiefes und acht Meter langes Loch. Verletzt wurde dabei niemand, es gingen jedoch viele besorgte Anrufe bei der Polizei ein.

Geborsten war eine kleinere Transportleitung des Gasverbundes Mittelland – dessen Hauptleitungen haben 90 cm Durchmesser. Sofort wurde die Erdgasleitung vom Netz getrennt und nach der Ursache gesucht. Gemäss Materialanalysen ist die 47 Jahre alte Leitung samt Schweissnähten an sich völlig in Ordnung, nicht aber der Untergrund.

Inertstoffdeponie im Fokus

Der betroffene Hang habe sich früher in der Grössenordnung von 10 Millimetern im Jahr bewegt, was im Jura nicht ungewöhnlich sei. Seit 2013 jedoch habe dieses «Hangkriechen» aber deutlich zugenommen, hiess es weiter. Dies habe nun hohe Scherkräfte verursacht, welche das Leitungsrohr nicht mehr verkraftet habe.

Der Hang war bei der dortigen Inertstoff-Deponie Eichenkeller schon zuvor überwacht worden. Die Experten gehen von weiteren Bewegungen aus. Daher sei eine Wiederinbetriebnahme der Gasleitung «nahezu ausgeschlossen». Eine weiträumige Umlegung werde abgeklärt. Ob die Leitungsresten im Boden bleiben, ist noch offen - gegebenenfalls wären sie mit Sand aufzufüllen.

Laut einem Sprecher des Baselbieter Amtes für Umweltschutz und Energie (AUE) ist denkbar, dass die Deponie bei der Bodendynamik eine Rolle spielt - dies werde noch untersucht. Vom Deponiegut – vor allem sauberer Aushub und nicht brennbares Abbruchmaterial – gehe indes keine Gefahr aus.

SDA/gst

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