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Für Chemie ist der Schadstoffaustritt legal

Die Chemie-Organisation GIDRB hält die erhöhten Schadstoffwerten bei der Deponie Roemisloch für zulässig.

Die frühere Deponie Roemisloch mit etwa 6000 Kubikmetern Altlasten liegt rund 250 Meter von der französisch-schweizerischen Grenze entfernt.
Die frühere Deponie Roemisloch mit etwa 6000 Kubikmetern Altlasten liegt rund 250 Meter von der französisch-schweizerischen Grenze entfernt.
Dominik Plüss

Auf Kritik der Gemeinden Allschwil und Neuwiller (F) wegen erhöhten Schadstoffwerten im Wasser bei der sanierten Alt-Deponie Roemisloch hat die Chemie-Organisation GIDRB am Donnerstag reagiert: Die Werte seien zulässig; ein freiwilliges Messkonzept sei unterwegs.

Allschwil hatte am Mittwoch die verantwortlichen Firmen aufgerufen, sofort Massnahmen zu ergreifen, weil aus dem Roemisloch in Neuwiller (F) trotz der Sanierung von 2011 Schadstoffe aussickerten - und zwar mehr als damals. Die französischen und Schweizer Grenzwerte würden eingehalten, teilte nun die GIDRB als Vertreterin von BASF, Novartis und Syngenta mit.

Laut GIDRB besteht «keine Gefährdung für Mensch und Umwelt». Sie verweist auf ihren Bericht vom Mai 2018, wonach Oberflächen- und Grundwasser im grünen Bereich seien. Dennoch wolle sie «in Kürze» der französischen Umweltbehörde DREAL ein «Konzept für die weitergehende, freiwillige Beobachtung der Grundwasserwerte» vorlegen.

Bei der Sanierung seien sämtliche Abfälle samt dem daruntergemischten Material ausgehoben worden. Zwar «fluktuieren» die Werte am Deponiestandort und dessen «Rand »teils noch stark«, doch das Urteil bleibe »positiv". Daher seien aktuell keine weiteren Massnahmen zusätzlich zum Überwachungsprogramm geplant.

Die frühere Deponie Roemisloch mit etwa 6000 Kubikmetern Altlasten liegt rund 250 Meter von der französisch-schweizerischen Grenze entfernt. Der Roemislochbach fliesst in den Neuwillerbach, der nach Passieren der Landesgrenze als Mühlebach durch Allschwil fliesst.

SDA/amu

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