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Erneute Kritik an Feldreben-Sanierung

Die Allianz Deponien Muttenz (ADM) fordert erneut eine rasche und vollständige Sanierung der Muttenzer Alt-Deponie Feldreben. Diese müsse auch die Trinkwassergewinnung einbeziehen.

Wie giftig sind die Rückstande heute noch? So sah die Chemiemülldeponie Feldreben im Jahr 1955 aus.
Wie giftig sind die Rückstande heute noch? So sah die Chemiemülldeponie Feldreben im Jahr 1955 aus.
Archiv Büro Schmassmann

Den beteiligten Chemiefirmen wirft die ADM zudem vor, Erkenntnisse über Schadstoffe nicht einzubeziehen. Die bisherigen Sanierungsvorgaben würden der Schadstoffvielfalt, der Deponiemenge und der Grundwasserverschmutzung nicht gerecht, bemängelten ADM-Vertreter am Montag vor den Medien. So seien schon 2010 Analyseergebnisse aus Pumpversuchen nicht in die Vorgaben eingeflossen, obwohl rund 150 Substanzen neu nachgewiesen worden seien.

Im Zusammenhang mit der Deponie «Pont-Rouge» in Monthey VS, die seit 2011 saniert wird, hätten Ciba (heute BASF) und Syngenta zudem 2005 und 2006 gemäss Altlastenverordnung des Bundes Grenzwerte für giftige Schadstoffe festlegen lassen. Diese Erkenntnisse hätten sie aber bei der Feldreben-Grube nicht eingebracht.

Bedrohung für das Trinkwasser?

Ausserdem sei zwischen dem Gestein unter der Deponie und den Trinkwasserbrunnen der Hardwasser AG sowie der Gemeinde Muttenz eine Verbindung möglich. Fällt die in der Hard betriebene Rheinwasserversickerung einmal aus - etwa wegen einer Rheinverschmutzung -, könne verschmutztes Grundwasser ungehindert zu den Brunnen fliessen.

Die Gefahr für das Trinkwasser der Stadt Basel und anderer Gemeinden dürfe aber nicht in Kauf genommen werden. Ihre Kritik unterlegte die ADM unter anderem mit einem im Auftrag der Chemie erstellten Gutachten zu den bisherigen Sanierungsansätzen; nebst anderem schlägt dieses für die nächsten Jahre vorerst eine Grundwasserreinigung vor.

(SDA)

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