Die Strasse durch den Hardwald muss saniert werden

Muttenz/Birsfelden

Klare Antworten der Regierung auf Fragen aus dem Landrat: Die Instandstellung ist nötig. Rodungen oder Landkäufe braucht es dafür aber nicht.

Die Instandstellung der Rheinfelderstrasse, die für die Jahre 2023/24 vorgesehen ist, soll ohne Rodungen und Landkäufe vonstattengehen.

Die Instandstellung der Rheinfelderstrasse, die für die Jahre 2023/24 vorgesehen ist, soll ohne Rodungen und Landkäufe vonstattengehen.

(Bild: Google Maps)

Thomas Dähler

Während die SP-Landräte DésiréeJaun und Roman Brunner schon Unterschriften für eine ­Petition sammelten und per ­Motion Forderungen an das ­Parlament richteten, wollte Gemeinderat und Landrat Simon Oberbeck (CVP) zuerst von der Regierung Antworten zum Sachverhalt. Und siehe da: Die Antworten der Regierung auf die Interpellation zeigen auf, was mit der Strasse durch den ­Hardwald geschehen muss: Die Kantonsstrasse, die durch eine Grundwasserschutzzone führt, ist sanierungsbedürftig. Vorgesehen ist dies, ohne dass Rodungen oder zusätzlicher Landerwerb erforderlich ist.

Geplant für 2023/24

Gemäss der kantonalen Mehrjahresplanung ist die Instandstellung der Rheinfelderstrasse in den Jahren 2023/24 vorgesehen. Derzeitig wird eine Vielzahl an Bedürfnissen und Varianten geprüft. Die konkrete Planung steht noch aus. Ein blosses Flickwerk aber genügt nicht: «Bei der Planung der Instand­setzung der Rheinfelderstrasse ist zu berücksichtigen, dass der Grundwasserschutz so zu bemessen und auszuführen sein wird, dass er über die gesamte Lebensdauer der erneuerten Strasse seinen Zweck erfüllt», schreibt die Regierung. Der Schutz soll gegenüber dem heutigen Zustand verbessert werden, weil die Strasse zwischen der Versickerung des Rheinwassers und der Grundwasserentnahme gelegen ist.

Die Frage, ob eine Erweiterung auf vier Spuren möglich wäre, veranlasst die Regierung zu einer Klarstellung. Kapazitätsbestimmend sei die Leistungs­fähigkeit der Knoten. Eine vierspurige Führung werde untersucht, doch lediglich zur Nutzung in einer Baustellensituation oder bei einem ausserordentlichen Ereignis auf der parallelen Autobahn. Geprüft werde jedoch eine Möglichkeit, die Situation der Busse zu verbessern, die zurzeit dort oft im Stau stecken bleiben.

Für Velos zu schmal

Die Strasse gilt als sicher; Un­fälle gibt es nur wenige. Hingegen sei der Fahrradstreifen zu schmal, was bereits einmal zu einer Frontalkollision zweier Radfahrer ­geführt habe, ist zu erfahren. Deshalb bestehe Handlungs­bedarf auf der separaten Velofahrbahn.

Es ist das Geheimnis der Landräte Jaun und Brunner, weshalb sie bereits ohne solche Vorabklärungen eine Petition lanciert haben. Die vorsorgliche Unterschriftensammlung hat ihnen aber immerhin Sympathien bei der besorgten Bevölkerung in Muttenz und Birsfelden beschert – und eine souveräne Wiederwahl in den Landrat im vergangenen März. Mit der Forderung nach Massnahmen zum Schutz des Hardwalds dürften die Petitionäre aber in Liestal ­offene ­Türen einrennen. Ihre Forderung nach einer Sistierung der Planung erübrigt sich, da es gegenwärtig noch gar keine konkrete Planung dazu gibt.

Jaun hat zusätzlich zur Petition noch eine Motion nachgereicht. Die Regierung ist bereit, sie als Postulat entgegenzunehmen. In der Begründung erklärt die Regierung ebenfalls, es sei keine generelle Kapazitäts­erhöhung vorgesehen. Nicht ­auszuschliessen sei aber eine punktuelle Erhöhung der Leistungsfähig­keit zugunsten des öffent­lichen Verkehrs oder für den Ziel- und Quellverkehr bei den Einmündungen der Seitenstrassen.

Basler Zeitung

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