Das grosse Grunzen kann beginnen

Hölstein

Naturschutzorganisationen wollten verhindern, dass ein Schweinezuchtbetrieb in Hölstein vergrössert wird. Ihre Einsprache wurde nun abgewiesen.

Da Pro Natura und der Basellandschaftliche Natur- und Vogelschutzverband beim Baselbieter Regierungsrat abgeblitzt sind, wird die Schweinemast in Hölstein erweitert. (Symbolbild)

Da Pro Natura und der Basellandschaftliche Natur- und Vogelschutzverband beim Baselbieter Regierungsrat abgeblitzt sind, wird die Schweinemast in Hölstein erweitert. (Symbolbild)

(Bild: Keystone)

Jan Amsler

Grünes Licht für die geplante Schweinezucht im Gebiet Langgarben in Hölstein: Der Basel­bieter Regierungsrat hat die Einsprachen von drei Naturschutzorganisationen abgelehnt. Darüber informiert Hölstein in seinen neusten Gemeindenachrichten.

Beim Projekt an der Grenze zu Diegten handelt es sich um eine Erweiterung des bestehenden Schweinemastbetriebs. Pro Natura Baselland und der Basellandschaftliche Natur- und Vogelschutzverband sind der Meinung, dieser falle zu gross aus. Die Einsprachen richteten sich allerdings nicht nur gegen die Schweinezucht, sondern auch gegen die Gesamtrevision des Zonenplans Landschaft. Der Landschaftsschutz sei ungenügend, finden die beiden Vereine.

Nur ein einziger Erfolg

Auch die Natur- und Landschaftsschutzkommission (NLK), ein Fachorgan des Kantons, ist diesbezüglich mit einer Einsprache aktiv geworden. Sie beanstandete, dass verschiedene ­Naturobjekte wie Magerwiesen, Gebüsche oder Uferböschungen an Kleinstgewässern zu wenig geschützt würden. Ausserdem fehle beim Gebiet Tiefenmatt ein Wildtierkorridor.

Vor der Regierung sind die Naturschutzorganisationen jedoch weitgehend abgeblitzt. Nur einen Erfolg können sie verbuchen: Wurde der Schutz von Natur­objekten bis anhin über Eigentümervereinbarungen geregelt, muss die Gemeinde Hölstein bis in drei Jahren nun mehr Verbindlichkeit schaffen und die zu schützenden Objekte in den Zonenvorschriften verankern.

Dem grossen Grunzen steht nichts mehr im Weg

Seit rund sechs Jahren befasst sich die Gemeinde Hölstein schon mit dem Zonenplan Landschaft. Entsprechend froh sind die Verantwortlichen um den Entscheid der Regierung: «Ja, die Erleichterung ist gross», sagt der zuständige Gemeinderat Andreas Appenzeller. Nun könne Klarheit darüber geschaffen werden, wer für den Unterhalt der geschützten Objekte zuständig ist. ­Hölstein verfüge beispielsweise über einige Steilhänge, die kaum genutzt werden können, aber gleichwohl gepflegt werden müssen.

Zudem besteht jetzt auch für den Bauern Sicherheit, der seinen Schweinemastbetrieb erweitern kann. Dem grossen Grunzen steht nichts mehr im Weg.

Basler Zeitung

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