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Bürger gehen auf Einbrecherjagd

In Therwil haben Anwohner eine Bürgerwehr gegründet, die nachts durch die Quartiere patrouilliert. Diese Entwicklung wird als «Zeichen der Ohnmacht» gedeutet.

Auf schmalem Grat: Kontrollgänge können präventiv wirken, aber mit dem Gesetz kollidieren (Symbolbild).
Auf schmalem Grat: Kontrollgänge können präventiv wirken, aber mit dem Gesetz kollidieren (Symbolbild).
Keystone

Seit Monaten schwappt eine Einbrecherwelle aus dem Elsass übers Baselbiet. Durch die geografische Nähe zu Frankreich ist das Leimental besonders betroffen. «In den letzten zwei Wochen gab es eine Einbruchsserie in einem Quartier in Richtung Grenze», sagt der Therwiler Landrat Hans-Jürgen Ringgenberg (SVP). «In der Bevölkerung brodelt es. Es muss etwas passieren.» Deutliches Indiz: Vor wenigen Tagen hat ihn ein Bekannter darüber informiert, dass sich Anwohner in Therwil zu einer Bürgerwehr zusammengeschlossen haben. Diese sei bereits unterwegs und patrouilliere nachts durch die Quartiere. Als «Zeichen der Ohnmacht» deutet Ringgenberg diese Entwicklung. Dass Bürger zu solchen Mitteln greifen, zeige, dass sie das Gefühl haben, im Stich gelassen zu werden, sagt Ringgenberg.

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