Zum Hauptinhalt springen

Biber an der Münchensteiner Birs

Im «Park im Grünen» in Münchenstein hat sich seit Kurzem ein Biber niedergelassen. Vermutlich fand das Tier den Weg aus einem Revier vom Rhein oder der Ergolz über den Joggelibach in den Park.

Lange mieden die baubegabten Nager die Birs. Nun scheinen sie wieder Geschmack an den Bäumen der Region gefunden zu haben.
Lange mieden die baubegabten Nager die Birs. Nun scheinen sie wieder Geschmack an den Bäumen der Region gefunden zu haben.
Pro Natura BL

Baumstämme im «Park im Grünen», der ehemaligen «Grün 80», werden seit November von Bibern unsicher gemacht. Wie die Pro Natura Baselland am Montag in einer Medienmitteilung schrieb, hat ihre Biberfachstelle verschiedene Meldungen über die unverkennbaren Aktivitäten der Nager erhalten.

So sollen die Tiere auf dem Gemeindegebiet Münchenstein gleich zwei Gebiete besetzten. Einerseits an der Birs zwischen Eisenbahnbrücke, Holzbrücke und dem Areal EBM, wo weit über ein Dutzend Bäume gefällt oder angenagt worden sind, andererseits im bereits erwähnten Naherholungsgebiet «Park im Grünen». Hier sollen die Nager wegen der Komplexität des Lebensraums besonders grosse Aufmerksamkeit erhalten. Bereits vor gut einem Jahr wurde hier schon von einem Biber berichtet, wobei es sich um ein Tier auf der Durchreise gehandelt haben soll.

Dann tappte letzten Sommer ein Biber beim St. Alban Teich während einer Woche drei Mal in eine Fotofalle der Merian Gärten. Nun richtet sich dieser bei den zwei Weihern und dem St. Alban-Teich ein, hiess es weiter.

Birs war lange biberfrei

Die Besiedelung der Birs und ihrer Zuflüsse durch den Biber habe auf sich warten lassen. Vor rund 200 Jahren wurde in der Birs der letzte Biber der Schweiz erlegt. Im Jahr 2010 dann endlich konnte oberhalb des Kraftwerkes Dornachbrugg ein Biber nachgewiesen werden, hielt Pro Natura weiter fest. Im Jahr darauf dann zügelte dieser bereits wieder, allerdings nicht sehr weit birsabwärts. Er lebt nun seit 2011 in der Reinacherheide und hatte zusammen mit seiner Partnerin in diesem Frühjahr bereits zum zweiten Mal Nachwuchs.

Bei dem Biber, der den Weg höchstwahrscheinlich über den Joggelibach in den «Park im Grünen» gefunden hat, soll es sich aber nicht um einen Nachkommen aus der Reinacherheide handeln. Denn die Jungtiere verlassen das Elternhaus erst im Alter von zwei Jahren, um sich ein neues Revier zu suchen. Dies kann zu sehr langen Reisewegen führen. Der besagte Biber könnte aus einem Revier vom Rhein oder der Ergolz stammen.

So wie die Fälltätigkeit des Bibers im Moment aussieht, scheint sich das Tier im «Park im Grünen» jedenfalls wohlzufühlen. Die genauen Auswirkungen auf die anderen Tiere im Gebiet könne man noch nicht abschätzen, man hoffe aber das Beste.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch