Basler Stiftung übernimmt Kunst-Kloster Schönthal

Langenbruck

Das für Ausstellungen genutzte frühere Kloster Schönthal bei Langenbruck geht in neue Hände über.

Die Basler Stiftung Edith Maryon übernimmt das Kloster Schönthal.

Die Basler Stiftung Edith Maryon übernimmt das Kloster Schönthal.

(Bild: Tino Briner)

Die Basler Stiftung Edith Maryon fusioniert mit der Stiftung Sculpture at Schoenthal, wie die Stiftungen am Montag mitteilten. Der Fusionsvertrag umfasst die gesamte historische Gebäudegruppe samt romanischem Baudenkmal, den bestehenden weitläufigen Skulpturenpark und einen Bauernbetrieb. Zum biodynamischen Landwirtschaftsgut am westlichen Fuss des Belchen gehören laut Mitteilung rund 100 Hektaren Land. Das im Jahr 1145 erstmals erwähnte Kloster hat eine der ältesten Kirchen der Schweiz.

Die Übernahme hat der Schönthal-Gründer John Schmid initiiert mit dem Ziel, die Kulturinstitution mit einer neuen Eigentümerschaft langfristig zu sichern. Rechtskräftig wird die Transaktion erst mit der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde, wie es weiter hiess.

Kultur und Biodiversität

Ein neu gegründeter Verein Kloster Schönthal unter Schmids Leitung soll unter dem neuen Stiftungsdach die Kunst- und Kulturprogramme sowie Kultur- und Herbergsbetrieb verantworten. Der 1937 geborene Schmid war erfolgreicher Werber; er hatte das Klostergut 1986 gekauft und in der Folge renoviert.

Sculpture at Schoenthal lockt seit 2001 mit hochkarätigem Angebot Kunst- und Kulturinteressierte in die Baselbieter Jurahügel unweit des Ober Hauenstein-Passes. Seit 2015 hat sich die Stiftung auch die Förderung der Biodiversität auf die Fahne geschrieben. Die 1990 gegründete Stiftung Edith Maryon mit Sitz in Basel widmet sich der Erhaltung von Orten der Kultur, Bildung und Erziehung, biologisch-dynamisch bewirtschafteter Bauernhöfe und sozialer Wohnprojekte. Sie fördert daneben kulturelle und pädagogische Projekte primär in der Schweiz, vor allem in der Region Basel.

Der Stiftungsname geht zurück auf eine englische Bildhauerin, die in den 1920er-Jahren Mitarbeiterin Rudolf Steiners in Dornach SO war. Die Gründer wollten Maryons Engagement für sozialen Wohnungsbau weiterführen, indem sie Boden und Liegenschaften der Spekulation entziehen, günstigen Raum sicherstellen und Projekte fördern.

amu/sda

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