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Anzeige gegen Besetzer des Schiessstandes

Gegen die Besetzer der leerstehenden Gebäude des ehemaligen Schiessstandes Allschwilerweiher hat die Eigentümerin Immobilien Basel-Stadt Strafantrag gestellt, wie ein Polizeisprecher am Samstag auf Anfrage sagte.

«Jawohl! Wir stellen hier die Eigentumsfrage!», steht auf dem Transparent am Eingangsportal.
«Jawohl! Wir stellen hier die Eigentumsfrage!», steht auf dem Transparent am Eingangsportal.
Jonas Hoskyn

Der historische Schiessstand war am Freitag von mehreren Dutzend Personen besetzt worden. In einem Internet-Communiqué kündigten die Besetzenden anonym an, die Bauten der Spekulation entziehen und nach ihren Vorstellungen beleben zu wollen. Sie riefen im Internet Gleichgesinnte auf, sich ihnen anzuschliessen. Ihnen schwebe «ein Leben jenseits von Profitlogik und Schufterei» vor, ein «Zusammensein ohne die lästigen Bürden der Konkurrenz und der Hierarchie.

Der Schiessstand war nach jahrelangem Kampf der Anwohnerschaft von Allschwil und Binningen gegen den Lärm Ende 2008 stillgelegt worden. Die Basler Schützenvereine kamen dann in der Schiessanlage Lachmatt bei Pratteln unter. Das Bundesgericht hatte schon 1994 befunden, dass die Anlage Lärmschutzvorschriften verletze.

Lage unter Kontrolle

Der Ex-Schiessplatz auf stadtnahem Baselbieter Boden gehört dem Kanton Basel-Stadt. Immobilien Basel-Stadt plant darauf – an ruhiger Waldrand-Lage – eine Wohnüberbauung.

Die Polizei hielt sich zunächst im Hintergrund. Laut dem Sprecher hat sie die Besetzenden über die Anzeige und die Illegalität der Besetzung informiert. Die Lage sei derzeit völlig ruhig.

SDA/ker

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