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Beqiri fordert Absetzung von Staatsanwalt

Das schleppende Verfahren um den Angriff auf Shemsi-Beqiri eskaliert in öffentlichen Beschuldigungen zwischen dem Opfer und der Staatsanwaltschaft.

Am 25. Fabruar ist der Streit zwischen Paulo Balicha (l.) und Shemsi Beqiri (nicht im Bild) vermutlich eskaliert. Die Anzeichen verdichten sich, dass Balicha der Haupttäter der Überfalls auf Beqiris Kampfsport-Schule in Reinach ist. Der von der Polizei nicht namentlich genannte Drahtzieher wurde kurz nach der Tat verhaftet.
Am 25. Fabruar ist der Streit zwischen Paulo Balicha (l.) und Shemsi Beqiri (nicht im Bild) vermutlich eskaliert. Die Anzeichen verdichten sich, dass Balicha der Haupttäter der Überfalls auf Beqiris Kampfsport-Schule in Reinach ist. Der von der Polizei nicht namentlich genannte Drahtzieher wurde kurz nach der Tat verhaftet.
Keystone
Streetfighter: 2008 wurde Paulo Balicha während der Fussball-Europameisterschaft in Basel bei einem Strassenkampf in der Steinenvorstadt abgelichtet.
Streetfighter: 2008 wurde Paulo Balicha während der Fussball-Europameisterschaft in Basel bei einem Strassenkampf in der Steinenvorstadt abgelichtet.
Keystone
Schweizweit bekannt wurde Beqiri (r.), weil er den verurteilten Messerstecher «Carlos» (l.) trainierte.
Schweizweit bekannt wurde Beqiri (r.), weil er den verurteilten Messerstecher «Carlos» (l.) trainierte.
Keystone
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Rund drei Jahre nach einer schweren Schlägerei in der Reinacher Kampfsportschule von Shemsi Beqiri ist die Zahl der Beschuldigten auf inzwischen 23 Personen gestiegen. In das Verfahren involviert sind insgesamt rund 70 Personen.

Um den Beschuldigten Thaiboxer Paulo Balicha eine Beteiligung an der Tat nachzuweisen, wurden über 160 Einvernahmen durchgeführt, wie die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft am Montag mitteilte. Daneben seien im «Mammut-Verfahren» 15 Haft- und neun Beschwerdeverfahren geführt worden.

Die Staatsanwaltschaft rechtfertigt sich damit nach einem Vorwurf von Beqiri selbst. Dieser hatte am Montag in einem offenen Brief, der als Inserat in der «Basler Zeitung» publiziert wurde, die Absetzung des untersuchenden Staatsanwalt Stefan Fraefel gefordert. «Ich persönlich hege den Verdacht, dass Ihre Abteilung mit den laufenden Ermittlungen überfordert ist», schrieb Beqiri.

Die Staatsanwaltschaft will per Mitte Jahr Anklage im Fall zu erheben. Gegen mindestens eine der beschuldigten Personen laufen zudem parallel weitere 50 Strafverfahren zu Delikten, die nicht im Zusammenhang mit der Schlägerei in der Kampfsportschule stehen.

Indiskretion wird untersucht

Im Weiteren bearbeitet die Baselbieter Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige wegen eines Verstosses gegen ein 2014 verfügtes Aktenherausgabeverbot. Ende Dezember hatte die «Basler Zeitung» Fotos aus den Verfahrensakten publiziert.

Die Behörden würden dabei die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass das Opfer oder sein Rechtsvertreter die Indiskretion begangen haben, heisst es weiter. In seinem offenen Brief hatte Beqiri diesen Verdacht und die Dauer des Verfahrens kritisiert.

Am 24. Februar 2014 hatte eine zum Teil maskierte Gruppe die Anwesenden in der Kampfsportschule angegriffen. An der Schlägerei, die landesweit Schlagzeilen machte, waren mehrere Dutzend Personen beteiligt. Sechs Personen wurden verletzt; einige von ihnen erlitten Brüche.

(SDA)

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