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Für die Fasnacht werden Baugruben aufgefüllt

Die Baustellen in Basel sind an der Fasnacht das beliebteste Cliquensujet. Spott ergiesst sich über das Baudepartement und dessen Vorsteher. Dabei betreibt gerade die Allmendverwaltung für die Fasnacht einen Grossaufwand.

Während der Fasnacht müssen alle Baustellen, die sich im Fasnachtsperimeter befinden, geräumt werden.
Während der Fasnacht müssen alle Baustellen, die sich im Fasnachtsperimeter befinden, geräumt werden.
Nicole Pont

Vier Wochen vor Fasnachtsbeginn erhielten alle Bauherren im Perimeter der Basler Fasnacht ein Schreiben der Allmendverwaltung, die im Baudepartement für den öffentlichen Raum zuständig ist. Sie wurden aufgefordert, wegen der Fasnacht Sicherungsarbeiten vorzunehmen. Ziel ist der Schutz von Publikum und Fasnächtlern: Die Menschenmassen sollen nicht durch Baustelleneinrichtungen in Gefahr geraten.

Rund 45 Massnahmen wurden angeordnet. Zu berappen sind sie von der Bauherrschaft, wie es bei der Allmendverwaltung hiess. So müssen alle Baustellen, die sich im Fasnachtsperimeter befinden, geräumt werden: Die Bauherrschaft muss mobile Abschrankungen, Mulden, Baumaschinen, Container und Bauwagen von der Allmend entfernen.

Gräben müssen provisorisch aufgefüllt und mit einem stolperfreien Belag abgedeckt werden. Abgebaut oder verschlossen werden müssen zudem Tunnels aus Holz, durch welche sonst die Fussgänger an Baugerüsten und Absperrungen vorbeigehen können. Denn sie könnten eine grosse Menschenmasse nicht aufnehmen.

Ganzes Bauprogramm angepasst

Die Allmendverwaltung verlangt von der Bauherrschaft zudem, dass feste Bauabschrankungen so verstärkt werden, dass sie den Druckkräften bei einem hohen Publikumsandrang standhalten können. Gerüste müssen gesichert und vorstehende Gerüstteile mit Polstermaterial umwickelt werden.

Ein ganz besonderes Auge haben die Verantwortlichen auf die Grossbaustelle geworfen, auf der das Kunstmuseum Basel derzeit seinen Erweiterungsbau erstellt. Diese liegt an der Route des Cortège vom Montag und Mittwoch. Damit der Fasnachtsumzug möglichst störungsfrei passieren kann, wurde für den Bau gar das Bauprogramm umgestellt.

Nicht vergessen dürfen die Bauherren im übrigen die Beleuchtung ihrer Bauplatzinstallationen. Denn am «Morgestraich» am Montag um vier Uhr früh wird die Innerstadt verdunkelt, damit Fasnachts- und Kopflaternen zur Geltung kommen. Bauplatzbeleuchtungen dürfen da nicht stören und müssen deshalb abgeschirmt werden.

Dank vom Comité-Obmann

Bis diesen Freitag müssen alle die Massnahmen auf den Baustellen umgesetzt sein. «Wir machen Kontrollen», sagt André Frauchiger, Mediensprecher des Tiefbauamts. Auf Baustellen, auf denen es Mängel gebe, würden Nachtschichten verordnet. Und bei Unfällen hafte die Bauherrschaft.

Die aktiven Fasnächtler dürften den Aufwand nicht verdanken. Vielmehr spielen laut dem Fasnachtsführer «Rädäbäng» viele Cliquen das Thema «Basel baut - Basel staut» aus. Dank gabs dagegen im Vorfeld vom Fasnachts-Comité: Der Obmann des Comités fand vor den Medien lobende Worte für die Bemühungen des Baudepartements.

(SDA)

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