«Das Schnäpperli us Holz isch sicher e Hit»

Ob Finankrise, Kampfjet-Kauf oder Sexkoffer: Die Schnnitzelbänk wissen auf alles eine Antwort – und eine Pointe. Zappen Sie rein und geniessen Sie die Bängg live.

Schnitzelbänke legen den Finger auf manch wunden Punkt: <b>d Luuszäpfe</b> im Atlantis.

Schnitzelbänke legen den Finger auf manch wunden Punkt: d Luuszäpfe im Atlantis.

(Bild: Henry Muchenberger)

Alexander Müller@mueller_alex

Die Finanzmisere Europas ist bei den Schnitzelbänken ein grosses Thema. Finanzexpertin Rollaator Röösli analysiert dazu messerscharf:

D Schwoobe schigge iihre Stutz de fuule Grieche wel d Grieche oohni Hilf im Euro nit bestieche Aber wel d Grieche jo nie s Glyych für d Schwoobe mieche sinn d Grieche Grieche...und d Schwoobe dummi Sieche

Dumm aus der Wäsche geschaut haben im Herbst die Mannen von der SVP. Mit grossen Tönen ist die Politik in den Wahlkampf gezogen. Und zog eine Schlappe ein. Die Verlumpte kommentieren das mit grosser Schadenfreude:

Wo dä Joachim-Orkan in d Schwyz isch koo Bloost s em Mörgeli si Toupet fascht drvoo E Gligg fir d Hoorpracht vo däm scharfzüngige Schuft Isch dä Sturm uff s Stöckli nu?t als warmi Luft

Auch s Dootebainli schlägt in dieselbe Kerbe:

Dangg em Trainer Voogel het – wär hätt das dänggt Dr FC Basel Manchester grad voll versänggt Au d SVP het uff e Sagg griegt, wenn si s au nid zuegää wett S gwinnt zem Gligg nit jeede, wo ne Voogel het.

D Käller-Assle sieht das ein wenig positiver. Die SVP hat doch noch Freunde:

Dr Schwyzer Jagdverband, bass uff, nimmt d SVP als Mitgliid uff. D Laischdig duet mr deert begriesse konschtant ai Bogg am andere z schiesse

Kämpfen muss auch SVP-Bundesrat Ueli Maurer wenn es um die Beschaffung eines neuen Kampflugzeugs geht. Der Gripen, das Schnäppchen aus Schweden, stösst im Parlament nicht auf grosse Begeisterung. Ist der Jet überhaupt gut genug für die Schweiz? Ja, meint d Giftnuudle:

dr Ueli Muurer duet si Kampfjet-Waal vertaidige äär haig doo gaar nid glooge äär kennt s au veraidige dää Gripen wuurd i all ne Aafoordrige gniege im letschte Tescht haig er sogaar scho kenne fliege

Apropos Parlament: In jenem in Bern sitzen für Basel auch die beiden Nationalräte Peter Malama und Markus Lehmann. Oder besser gesagt: sollten sitzen. In der Herbstsession blieb ihr Sthul zumeist leer. Die beiden Basler gehörten zu jenen Politikern, die am meisten schwänzten. D Grienschnäbel sind deswegen empört:

Dr Lehma und dr Malama das finde mir nit witzig, schwänze schynts in Bärn no gäärn ab und zue e Sitzig. Trotz däm grosse Zapfe, sin z Bäärn die Heere niene, so eifach wette mir e mool, unser Hushalts-Gäld verdiene.

Die lokalen Politiker kümmern sich um andere Dinge zum Beispiel um die Aufklärung. Mit der falschen Technik kann diese jedoch schmerzhaft enden, weiss der Nachtschwärmer:

Sii händ sicher vom Uffkläärigs-Köfferli ghöört Dail Lit händ sich dryyber heftig empöört Das Schnäpperli us Holz isch sicher e Hit Kasch numme hoffe, dass es kaini Sprysse git

D Käller-Assle sieht das Positive. Rückwirkend mache mit dem Sexkoffer eine frühere Schulreform plötzlich mehr Sinn, findet er:

Die Sex-Box goot fiir vyyli an d Gränze. Doch duet sii s Schuelprogramm ergänze. Pädagogisch, mit deene Holz-Penis dinn, macht Frie-Französisch vyyl mee Sinn

Der Bangg Rott machts sich hingegen Sorgen um die Potenz seines Sohnes:

My Sohn dä het, ych bi nit froo, e Sex-Kefferli iiberkoo. Är miess, ych ka nit lache, e praktischi Priefig mache

Doch verlassen wir die Bildungspolitik des Kantons Basel-Stadt und wenden uns der Energiepolitik. Atomstrom war gestern. Basel möchte ja bekanntlich die Sonnenenergie fördern, gleichzeitig aber auch das Stadtbild erhalten. Ein Spannungsfeld, dass d'Syydiaane ein wenig irritiert:

Nadyyrlig schreit e jeede, das Fukushima isch gspunne. Atom isch out, mir wänd dr Strom nur no vo dr Sunne. Jetzt wär's guet die Stadtbildfritze wrude no kapiere, worum me Kolleggtoore nit im Käller sott montiere.

Apropos montieren: Baustellen gibt es auch in der Stadt ohnehin schon einige. Da kommt dem Rollaator Röösli der Weltuntergang gerade recht:

Im Kaländer vo de Maya isch fixiert dass im Dezämber unsri Ärde explodiert Aber uff öpis Guets, do könne Dir vertraue: ändlig hööre die am Spaalebäärg uff baue

Immer weniger Basler besitzen ein eigenes Auto. Die wenigen, die sich mit ihrem Gefährt im letzten Herbst in den Landkanton wagten, erlitten beinahe eine Reizüberflutung. Zumindest den Tourischte scheint es so ergangen zu sein:

NussBallmer Pegoranjak EyMalama WagneMiesch CaschBader ZwickLehma. Karl Schwi FrehneDürr LacheFetz, So Waalblakaat lääse isch mit Tempo 60 e khaibe Ghetz.

Ganz Pflichtbewusst scheinen die Wahlhelfer aber nicht gewesen zu sein, wie der Spitzbueb entdeckt hatte:

Im Herbscht im Baselbiet gseen y s Töllschte Bim Wandere vo Ramlinsburg uff Hölschte: Do stoot si, aifach soo, baraat: E Ladäärne ooni Waalblakaat.

baz.ch/Newsnet

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