Zum Hauptinhalt springen

«Das Faulheitsargument sticht nicht»

Grundeinkommen-Initiant Daniel Häni will Eigenverantwortung statt Fleiss und Gehorsam: «Es ist lediglich die Durchsetzungs-Initiative des gesunden Menschenverstands.»

Fan von Hannah Arendt. Daniel Häni (50) will mit der Initiative jedem Menschen in der Schweiz ein bedingungsloses Einkommen ermöglichen.
Fan von Hannah Arendt. Daniel Häni (50) will mit der Initiative jedem Menschen in der Schweiz ein bedingungsloses Einkommen ermöglichen.
Nicole Pont

BaZ: Herr Häni, Ihnen schwebt vor, dass mit dem bedingungslosen Grundeinkommen niemand mehr dazu gezwungen werden kann, zu tun, was er nicht will. Wer macht dann die Drecksarbeit?

Daniel Häni: Diese Jobs werden immer häufiger automatisiert und durch Maschinen und Roboter ersetzt. Es gibt bereits selbstreinigende Toiletten, Läden, wo es keine Kassierer mehr braucht. Und bald sind auch Chauffeure nicht mehr nötig. Oftmals nennen wir Drecksarbeit nicht so, weil sie sauber macht, sondern weil sie einen schmutzigen Ruf hat und schlecht entlohnt wird. Das bedingungslose Grundeinkommen würde die Arbeitnehmer stärken, weil sie so zu unfairen Angeboten Nein sagen können, ohne um ihre Existenz fürchten zu müssen. Das Grundeinkommen nimmt die Existenzangst. Und es ist ein Ansporn für Arbeitgeber, fairere Preise und Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.