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Beide Basel verzichten auf gendergerechte Signale

Anders als in Genf sind in der Region Frauen-Fussgängertafeln kein Thema.

Martin Regenass
Sandrine Salerno (SP) brachte in Genf weibliche Figuren auf die Signalisationstafeln.
Sandrine Salerno (SP) brachte in Genf weibliche Figuren auf die Signalisationstafeln.
Keystone

Genf macht bei der Frauenförderung auch im Strassenverkehr ernst. Die Stadt ersetzt 250 von 500 Signalen, die dem fahrenden Verkehr einen Fussgängerstreifen ankündigen. Die Kosten dafür liegen bei 56'000 Franken. Anstatt eines schwarz gezeichneten Herrn mit Bürgerhut, der den Zebrastreifen überquert, montieren die Genfer Behörden Signale mit einem lesbischen Paar, einer schwangeren, einer dünnen oder dicken Frau. Die Genfer SP-Stadtpräsidentin Sandrine Salerno will damit die «Omnipräsenz von männlichen Figuren im öffentlichen Raum» durchbrechen. Männer würden auf Verkehrsschildern die Vorstellung verstärken, dass Frauen in jenem Raum weniger erwünscht seien als Männer. Das müsse sich ändern. «Historisch gesehen, sind unsere Städte von und für Männer gebaut. Wir aber wollen einen öffentlichen Raum für alle – darum müssen wir die Sichtbarkeit von Frauen vergrössern», sagte Salerno gegenüber Medien (BaZ berichtete).

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