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Folgen der Corona-MassnahmenBasel verzeichnet 36’000 Prozent mehr Anträge auf Kurzarbeit

Gastrobetriebe und KMU berichten, dass ihnen die Entschädigungen mehrere Wochen lang nicht ausbezahlt werden. Die Behörden dementieren. Basel-Stadt registriert eine historisch hohe Zahl von Anträgen auf Unterstützungsgelder.

In den Arbeitslosenämtern der Schweiz stapeln sich seit dem ersten Lockdown im Frühling die Anträge auf Kurzarbeitsentschädigung.
In den Arbeitslosenämtern der Schweiz stapeln sich seit dem ersten Lockdown im Frühling die Anträge auf Kurzarbeitsentschädigung.
Foto: Raphael Moser (Tamedia AG)

Bei der BaZ-Recherche vergangene Woche zu den Auswirkungen der Corona-Massnahmen auf KMU-Betriebe und Restaurants berichteten mehrere Unternehmer, dass sie seit drei Monaten auf die Auszahlung der Kurzarbeitsentschädigung warten. «Ich rechne mit einem Umsatzverlust von 1,6 Millionen Franken für dieses Jahr. Das Geld für September, Oktober und November habe ich noch nicht gesehen. Bislang habe ich die Löhne bezahlt, aber wenn das noch lange so weitergeht, weiss ich nicht, was passiert», sagt etwa der Basler Gastrounternehmer Josef Schüpfer.

Auch Lucas Wirth vom Käsespezialisten Wirth's Huus sagt, die Unterstützungsbeiträge kämen bei ihm nicht wie versprochen an. «Ich habe bereits Löhne im Bereich von 20’000 bis 30’000 Franken an meine Mitarbeiter bezahlt», so Wirth. «Ich kann einem Chauffeur ja nicht einfach sagen, du bekommst keinen Lohn. Insgesamt haben wir einen Antrag auf insgesamt 80’000 Franken gestellt – davon und vom Ausfall der Herbstmesse haben wir noch kein Geld gesehen.»

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